Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen
Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen

In Marburg hat ein Mann bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei mehrere Beamte verletzt. Bei seiner Flucht in einem gestohlenen Auto krachte er in eine Zivilstreife sowie in einen Streifenwagen.

Wie die Polizei berichtet, reagierte der Mann zunächst weder auf das Blaulicht, noch auf die Anhaltesignale der Zivilstreife. Stattdessen versuchte er über die Stadtautobahn zu fliehen und den Wagen der Polizei zu rammen. Die Flucht endete erst, als es zur Kollision mit dem Zivilwagen sowie einem hinzugerufenen Streifenwagen kam.

Der Streifenwagen krachte dabei frontal gegen einen Baum. Sowohl die Polizisten im Streifenwagen als auch im Zivilwagen wurden durch den Crash verletzt, ein weiterer Polizist konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Der flüchtende Mann selbst, wegen diverser Betäubungsmittelverstöße bereits polizeibekannt, leistete bei seiner anschließenden Festnahme durch weitere eintreffende Beamte zudem erheblichen Widerstand.

Da auch er sich bei der Kollision mit den Polizeiwagen verletzte, wurde er zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht, in dem er stationär verblieb. Die verletzten Polizeibeamten konnten das Krankenhaus wieder verlassen, waren aber nicht mehr dienstfähig.

Bei dem gestohlenen Auto handelte es sich um einen am 5. Februar zwischen 18.20 und 19 Uhr vom Zentralparkplatz in der Ortsmitte (Marktplatz) von Schweinsberg entwendeten älteren schwarzen VW Polo. Die ursprünglichen Marburger Kennzeichen lagen im Auto und sind durch ebenfalls gestohlene Kennzeichen ausgetauscht worden.

Wie der 29-jährige in den Besitz des Polos kam, soll noch ermittelt werden. Erste Zeugenbefragungen ergaben jedoch, dass der Mann bereits vor seiner Flucht vor der Polizei einen weiteren Unfall durch ein abruptes Bremsmanöver verursacht haben soll. Dabei wurde niemand verletzt. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

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