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Schule schwänzen am letzten Tag – landesweit steigen die Zahlen der Bußgeldverfahren gegen so genannte „Ferienverlängerer“. Wenn die Ferien unerlaubt verlängert werden, droht jedem Elternteil für jedes schulpflichtige Kind ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

Meist streichen die Familien den letzten Schultag der Kinder, um vorzeitig und damit meist günstiger verreisen zu können, oder sie hängen nach den Ferien einen Tag dran. Inzwischen würden die Schulen restriktiver gegen die Praxis des illegalen Schwänzens vorgehen und unentschuldigtes Fehlen vermehrt anzeigen, sagte eine Behördensprecherin.

390 Fälle registrierte die Bezirksregierung Düsseldorf im Jahr 2017, fast 60 mehr als im Jahr zuvor. In Detmold erteilte die Behörde 61 Bescheide, im Jahr davor waren es 55. Im Regierungsbezirk Arnsberg stiegen die Zahlen von 406 im Jahr 2016 auf 474 im Jahr 2017. Und auch in Münster gab es mit 104 gegenüber 84 deutlich mehr „Ferienverstöße“, wie mitgeteilt wurde. Aus Köln lagen keine absoluten Zahlen dazu vor. (dpa)