Lucky Diamond Rich
Foto: Shutterstock/luckydrich

In der Szene ist er nur als „Lucky Diamond Rich“ bekannt, jetzt hat es Gregory Paul McLaren erneut in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Der Neuseeländer ist der meisttätowierte Mann der Welt, nimmt aber auch gerne selbst die Nadel in die Hand.

Mit 16 Jahren hat McLaren zwei Entscheidungen getroffen, die sein Leben für immer verändern sollten. Erst entschied er sich, sich dem Zirkus in seiner Heimat anzuschließen, wenig später ließ sich der Neuseeländer zum ersten Mal tätowieren.

„Ich war mit dem Zirkus in Australien unterwegs und habe mir eine Keule stechen lassen“, sagt McLaren dem „Guinness World Records“-Portal. „Ich habe sie mir auf die Hüfte machen lassen, damit meine Mutter sie nicht sieht.“

Beim Anblick heute eigentlich unvorstellbar: Danach machte er erst einmal zwei Jahre Tattoo-Pause, erst mit 18 folgte das zweite Kunstwerk. Dann packte McLaren aber das Tattoo-Fieber und er ließ sich „so oft es nur irgendwie ging“ tätowieren.

Einen festen Tätowierer hatte der 48-Jährige dabei aber nie, er reist als Straßenkünstler um die Welt und sieht die Kunstwerke als Andenken. Vor mittlerweile 20 Jahren ließ sich McLaren den ersten „Bodysuit“, eine Tätowierung über den kompletten Körperrumpf, stechen.

Seit 2006 steht „Lucky Diamond Rich“ in den Geschichtsbüchern als Mensch mit den meisten Körper-Kunstwerken auf der Welt und gibt an, dass sein Körper mittlerweile zu 200 Prozent bedeckt ist – auch, weil einige Tattoo-Schichten übereinander liegen. Schätzungen zufolge lag er dafür über 1000 Stunden unter der Nadel. Das sind fast 42 Tage.

Die nimmt McLaren inzwischen aber auch gerne selbst in die Hand: „Ich habe seit etwa sechs Jahren nichts mehr machen lassen, mittlerweile tätowiere ich Leute. Anderen Leuten den Wunsch zu erfüllen, gibt mir den Kick.“

Der Neuseeländer sieht seinen Platz im Buch der Rekorde als „Ehre und Privileg“. Allerdings bereist er nicht nur die Welt, um seinen Körper zu präsentieren – er tritt auch weiterhin als Schwertschlucker, Jonglierer und auf seinem meterhohen Einrad auf.