Bei einem Brand in einer Whiskey-Destillerie in Kentucky sind rund 45.000 Fässer Bourbon ein Raub der Flammen geworden.

Die Hitze sei so gewaltig gewesen, dass Feuerwehrfahrzeugen die Scheinwerfer geschmolzen seien, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Drei weitere Lagerhäuser seien gerettet worden. Verletzte habe es nicht gegeben. Brandursache sei möglicherweise ein Blitzschlag.

Auch ein Großteil des Whiskeys sei verbrannt, sagte Katastrophenschutzchef Drew Chandler. Das habe immerhin den Vorteil, dass weniger Bourbon in einen nahen Bach geflossen sei.

Flammen und Feuer steigen aus einem Lagerhaus vom Whisky-Hersteller Jim Beam auf. Foto: Pat Mcdonogh/Courier Journal/AP/dpa

Die Umweltbehörde teilte jedoch mit, trotzdem sei Whiseky bis in den Kentucky River gelangt, dem das gar nicht bekomme. Bourbonreste könnten den Sauerstoffgehalt im Wasser senken und zu einem Fischsterben führen. Außerdem verfärbe sich das Wasser, schäume und stinke.

Die Destillerie Jim Beam erklärte, der Brand habe rund ein Prozent ihrer Lagerbestände vernichtet. Trotzdem werde das Angebot für die Kunden nicht knapper. Der Bourbon in den Fässern sei noch recht jung gewesen und hätte bis zum Verkauf noch Jahre reifen müssen.

Die Zeitung „Courier Journal“ aus Louisville rechnete vor, wenn der Whiskey aus allen Fässern abgefüllt worden wäre, hätte dies mindestens sechs Millionen 0,75-Liter-Flaschen ergeben. (dpa)