MDR-Moderatorin Wiebke Binder
Foto: Michael Kappeler/dpa

Nach der sächsischen Landtagswahl steht die MDR-Moderatorin Wiebke Binder wegen ihrer Wortwahl in einer ARD-Sendung am Sonntagabend in der Kritik. Sie hatte in einer Frage nach möglichen Koalitionen ein Bündnis von CDU und AfD als „bürgerlich“ bezeichnet.

Danach regte sich bereits Ärger im Netz. Am Montag sagte
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der „Bild“-Zeitung: „Das geht auf gar keinen
Fall.“ So verharmlose man eine Koalition mit der AfD. Der Ost-Beauftragte der
Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), nannte es eine „ungeschickte, aber auch
total unpassende Bemerkung“.

Der MDR hatte schon am
Sonntagabend auf den Wirbel im Netz reagiert und getwittert: „Unter dem enormen
Stress einer Live-Sendung bei einer solchen Doppelwahl mit ständig neuen
Ergebnissen und wechselnden Konstellationen kann es zu Missverständnissen
kommen und können Unschärfen passieren.“

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Am Montag folgte noch
eine Entschuldigung von MDR-Chefredakteur Torsten Peuker: „Hier handelte es
sich klar um einen Versprecher, für den wir uns entschuldigen.“

Der befragte sächsische
Politiker Marco Wanderwitz (CDU) hatte Binder geantwortet:
„Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition. Wir haben von
vornherein gesagt, dass wir mit den Rändern nicht koalieren, nicht
zusammenarbeiten, und dabei wird es auch bleiben.“

Quelle: dpa