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Der Hurrikan „Florence“ könnte Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde beim Treffen auf Land erreichen. Hunderttausende Menschen müssen sich auf lebensbedrohliche Winde und Überschwemmungen gefasst machen. Mehrere US-Staaten warnen ihre Bürger.

Mit dem Herannahen des Hurrikans „Florence“ werden zahlreiche Bewohner in South und North Carolina sowie in Virgina ihre Häuser räumen. South Carolinas Gouverneur schätzte, dass rund eine Million Menschen aus den Küstengebieten Richtung Inland fliehen würden. Das nationale Hurrikanzentrum stufte den zum „Monstersturm“ erklärten Hurrikan am späten Montagnachmittag hoch auf Kategorie 4, die Windgeschwindigkeiten lagen bei 220 Kilometern pro Stunde. „Florence“ soll bis Dienstag nahe an Kategorie 5 sein. Stürme mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde haben das Potenzial, katastrophalen Schaden anzurichten.

Hohe Wellen entlang der Küste, starke Winde und Überschwemmungen

In Virginia ordnete Gouverneur Ralph Northam die Evakuierung von Gebieten mit 245.000 Einwohnern an. North Carolinas Gouverneur Roy Cooper warnte, sein Staat liege im Auge des Hurrikans. Er forderte Bürger auf, sich für das Eintreffen des Sturms bereit zu machen. Der US-Staat stehe vor drei Herausforderungen: Hohe Wellen entlang der Küste, starke Winde und Überschwemmungen im Inland durch heftige Regenfälle. Cooper sagte, „Florence“ werde die Region rund um die Stadt Wilmington wohl am Donnerstag treffen.

Für Virginias Hauptstadt Richmond wurde ebenfalls vorsorglich der Notstand ausgerufen. Zwar rechneten die Behörden dort nicht mit direkten Auswirkungen des Sturms, aber mit heftigen Regenfällen, möglichen Überflutungen und Stromausfällen. Der Gouverneur von Maryland rief vorsorglich den Notstand aus und warnte vor „potenziell historischen, katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen“.

Indes gab das Hurrikanzentrum mit Blick auf den „Monstersturm“ bekannt, ungeachtet der exakten Intensität sei bereits jetzt sicher, dass er „ein großer und extrem gefährlicher Hurrikan“ sein werde.

In der Gemeinde Buxton in North Carolina entschloss sich Liz Browning Fox, „Florence“ trotz aller möglicher Gefahren zu Hause auszusitzen. Sie glaube, ihr 2009 gebautes Haus sei sicher, aber die Risiken ließen sich natürlich nicht zu 100 Prozent vorhersagen. „Man weiß nie, es könnten Bäume aus allen Richtungen angeflogen kommen. Es gibt keinen Weg, komplett sicher zu sein.“

(dpa)