Christian Kähler Markus Lanz ZDF
Foto: Screenshot ZDF

Fast überall auf der Welt steigt die Zahl der Corona-Infizierten wieder an – auch in Deutschland. Ein Ende der Pandemie scheint vorerst nicht in Sicht. In den Augen von Physiker Professor Christian Kähler ist dieses aber gar nicht so weit entfernt, wie er am Mittwochabend bei „Markus Lanz“ erklärte.

Nachdem ausführlich über die aktuelle Hitzewelle gesprochen wurde, wechselte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil das Thema und kam auf die Corona-Pandemie zu sprechen. Seiner Meinung nach sei es trotz der Schwierigkeit der aktuellen Phase wichtig, die Schulen wieder zu öffnen. Maskenpflicht solle vorerst nur dort herrschen, wo sich Gruppen mischen, erklärte er sein Konzept für den Herbst und Winter.

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Als die Aerosole, von denen die größte Ansteckungsgefahr ausgeht, thematisiert wurden, kommt Christian Kähler dann ins Spiel. Besonders in Klassenräumen seien diese ein großes Problem – trotz Maske und Abstand. Seiner Meinung nach müsse man die Viren aus dem Raum herausbringen. Und das gehe auf verschiedene Art und Weise: durch Querlüftung, eine raumlufttechnische Anlage, bei der die Frischluftzufuhr auf 100 Prozent gestellt wird, oder durch schlichtes Lüften – das sei jedoch nur bei einem hohen Temperaturunterschied möglich.

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Im generellen Kampf gegen das Virus, so Kähler, seien Masken unabdingbar. Wie der Physiker verriet, habe er bereits zu Beginn der Pandemie mehr als 50 Briefe an Politiker, Virologen und diverse Einrichtungen – auch das Robert-Koch-Institut (RKI) – geschrieben, in denen er seine wissenschaftlichen Erkenntnisse teilte. Als er darauf keine Antwort erhielt, habe er angefangen, die Bürger auf eigene Faust aufzuklären – beispielsweise auf YouTube:

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Abschließend geht Kähler bei „Markus Lanz“ sogar so weit, zu sagen, dass das Coronavirus verschwinden würde, wenn vier Wochen lang jeder Mensch auf der Welt eine Maske tragen würde. „Natürlich könnte man das Virus so besiegen, aber es ist natürlich stückweise illusorisch, so zu denken“, gab er jedoch auch zu bedenken.

Ob er mit seiner These recht hat oder nicht, werden wir wohl nie erfahren.