Mann verkauft Hunderte gefälschte Impfpässe über Messenger – jetzt wurde er erwischt

Gemeinsam mit seiner Freundin hat ein Mann aus München Hunderte gefälschte Impfpässe über das Internet verkauft. Jetzt hat die Polizei das Paar erwischt.
Impfausweis Impfpass
Impfpässe und die dazu gehörigen Dokumente, so sieht der Papierkram in Deutschland aus. Foto: Sven Hoppe/dpa
Impfausweis Impfpass
Impfpässe und die dazu gehörigen Dokumente, so sieht der Papierkram in Deutschland aus. Foto: Sven Hoppe/dpa

Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfpässe und Impfnachweise über das Internet verkauft haben. Entsprechende Beweise seien in der Wohnung des Mannes in München gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Beamten stellten demnach mehrere hundert Blankoimpfpässe und bereits für den Versand vorbereitete beschriftete Briefkuverts mit Impfpässen sowie Datenträger sicher.

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Laut den Ermittlungen soll die 40 Jahre alte Lebensgefährtin des Mannes an den Taten beteiligt gewesen sein. Die beiden blieben zunächst auf freiem Fuß. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Gefälschter Impfpass: Bekommen Käufer eine Strafe?

Wie viel das Paar mit den gefälschten Dokumenten verdiente, habe noch nicht festgestellt werden können. Der Verkauf sei aber wohl über einen Messenger-Dienst erfolgt.

Ob die Besteller der falschen Impfausweise nun ebenfalls mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sagte, dies sei letztlich Sache der örtlichen Staatsanwaltschaften nach Abschluss der Ermittlungen. Zunächst müssten sehr viele Adressen ausgewertet werden.

dpa