Altenpflege Altenheim Seniorin Rollator
Foto: Oliver Berg/dpa

Seit Freitag wird im Landgericht Frankfurt ein Fall verhandelt, der sprachlos macht. Ein 66-Jähriger ist angeklagt, eine 88-Jährige in einem Altenheim vergewaltigt zu haben. Er legt bereits am ersten Tag ein umfassendes Geständnis ab.

Das berichtet die „Frankfurter Neue Presse“. „Ich kann es mir nicht erklären, was in mich gefahren ist“, sagte der Angeklagte zum ungeheuerlichen Tatvorwurf.

Passiert ist es im Februar dieses Jahres. Laut Aussage kam der Mann in die Wohnung des Opfers, was nicht ungewöhnlich war, weil er der betagten Dame öfters mit Handwerksarbeiten half.

An jenem Tag hatte er jedoch reichlich Alkohol zu sich genommen, dem Vernehmen nach „sechs bis acht Flaschen Bier“. Ob es der Rausch war, der ihn zur grausamen Tat bewegte? Er riss der Frau jedenfalls das Notrufarmband ab und stürzte sich auf sein Opfer. Die Frau und der Mann kannten sich seit rund sieben Jahren.

Das Geständnis des Angeklagten bewahrt das psyschich noch immer stark angeschlagene Opfer vor einer Zeugenaussage im Prozess. Dem Angeklagten droht derweil die Sicherheitsverwahrung in einer Psychiatrie. Der Grund: In seiner Akte stehen zahlreichen Vorverurteilungen wegen diverser Sexualstraftaten. Er verbüßte bereits eine längere Haftstrafe und landete anschließend in einer betreuten Wohneinheit.

Es sind weitere drei Verhandlungstage angesetzt, Ende des Monats soll der Prozess abgeschlossen werden.