Foto: Daniel Karmann/dpa
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Sie wurden erschlagen und ihre Leichen eingemauert: Nach dem grausigen Tod eines Ehepaars aus der Nähe von Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Sohn und dessen Frau erhoben. Wie die Behörde am Montag mitteilte, sollen die beiden erst versucht haben, die 66 Jahre alte Mutter des Mannes zu vergiften.

Als dies scheiterte, habe der Sohn Mitte Dezember 2017 seine im Bett liegende Mutter mit einem Hammer umgebracht. Dann soll der Mann auch seinen 70-jährigen Vater erschlagen haben. In dem Haus in Schnaittach lebten sowohl das Elternpaar als auch dessen Sohn und seine Ehefrau.

In den Tagen nach der Tat sollen der 26-Jährige und seine 22 Jahre alte Frau die Leichen der Eltern in einem Nebenraum der Garage eingemauert haben und den Tatort renoviert haben, um Spuren zu beseitigen. Ende Dezember meldeten die beiden die Eltern bei der Polizei als vermisst; einen Tag später heirateten sie. Auf Facebook und über einen regionalen TV-Sender starteten sie einen Suchaufruf.

Im Laufe der Ermittlungen hatte sich der 26-Jährige immer mehr in Widersprüche verwickelt. Die Polizei fand auch keine Hinweise darauf, wie die Eltern verreist sein sollten – etwa per Auto, Bahn oder Flugzeug. Als die Ermittler schließlich das Anwesen der Familie untersuchten, fanden sie in der Garage laienhaft zubetoniert das angebliche Reisegepäck – und die Toten. Die Beschuldigten – beide sind Deutsche – sitzen seit Januar in Untersuchungshaft.

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(dpa)