In Brasilien hat sich ein Mann als Frau verkleidet – da ist erst einmal nichts dabei. Verrückt wird die Geschichte dadurch, dass sich der Kerl als seine eigene Mutter ausgab. Der Grund: Er wollte für sie eine Fahrprüfung bestehen.

Nachdem seine Mutter bereits dreimal durch die praktische Führerscheinprüfung gefallen war, entschied sich Heitor Schiave aus Brasilien dazu, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – und kam auf eine total verrückte Idee. Er gab sich als seine eigene Mutter aus und wollte für sie die praktische Führerscheinprüfung bestehen.

Und das Outfit des 43-Jährigen ließ sich durchaus sehen: In Blumenhemd und Rock versuchte Schiave möglichst weiblich rüberzukommen. Hinzu kamen Make-Up, lackierte Fingernägel und Schmuck.

Schiave gab sich viel Mühe, wie dieses Facebook-Foto zeigt:

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Zum Vergleich, so sieht Schiave eigentlich aus:

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Und dem Mann aus dem brasilianischen Bundesstaat Rondonia gelang es beinahe, die Fahrprüferin zu täuschen, aber auch eben nur beinahe. Das Schauspiel, welches in Rondonias Hauptstadt Porto Velho stattfand, flog auf, als Prüferin Aline Mendonca bemerkte, dass sich die „Fahrschülerin“ etwas merkwürdig verhielt. Wie unter anderem die englische „Sun“ berichtet, sollen Schiaves große Hände und seine seltsam hoch klingende Stimme ihn verraten haben.

Mendonca zur Polizei: „Zunächst habe ich seine Verkleidung als nicht ungewöhnlich wahrgenommen. Ich hatte gerade meine fünfte Prüfung des Tages hinter mir und war nicht ganz konzentriert.“ Im Auto sei ihr dann allerdings aufgefallen, dass es sich um einen als Frau verkleideten Mann handeln muss.

Mendonca kontrollierte den Ausweis Schiaves – was ihm schließlich zum Verhängnis wurde. Die Prüferin rief die Polizei. Schiave gestand seine Tat, beharrte jedoch darauf, dass seine Mutter nichts von seiner Aktion wisse. Er habe seiner ihr lediglich helfen wollen, da diese Angst hatte, ein weiteres Mal durch die Prüfung zu rasseln. Ein weiteres Foto, das in den Sozialen Medien kursiert, zeigt, wie Schiave kurz nach dem Vorfall auf der Polizeistation auf einer Bank sitzt und mit seinem Handy beschäftigt ist:

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Ein Lob für die Verwandlungskünste Schiaves konnte sich Prüferin Mendonca nicht verkneifen: „Er hat sein Bestes getan, um feminin zu wirken. Sein Make-Up war wirklich authentisch, er hat es gut gemacht.“

Um eine Anklage wegen Identitätsdiebstahl und Täuschung kam Schiave, der sich schon bald vor Gericht verantworten muss, allerdings nicht herum.