Eine gefährliche Mischung verschiedener Erektionsmittel hat einen Mann fast das Leben gekostet. Er litt über mehrere Tage an einer Dauererektion und musste sich mehreren Eingriffen unterziehen.

Am 27. Juli war Danny Polaris anlässlich des Christopher Street Day (CSD), den Millionen Schwule, Lesben und Transsexuelle feierten und dabei gleichzeitig für ihre Rechte demonstrieren, zu Gast in Berlin. Doch eigentlich hätte der Brite das Fest gar nicht besuchen dürfen, denn er litt unter einer schmerzhaften Dauererektion. Weil es sich nach Meinung eines Arztes jedoch nicht um eine dringende Angelegenheit handelte, gab er ihm grünes Licht fürs Feiern – eine fatale Fehleinschätzung!

Doch wie kam das Ganze eigentlich zustande? Der schwule Jazz-Sänger, Schauspieler und Sex-Kolumnist hatte am Vorabend einen One-Night-Stand mit einem Mann gehabt, der behauptete, Arzt zu sein. Dieser kam auf die Idee, ihm das erektionsfördernde Mittel Alprostadil zu spritzen. Obwohl Polaris bereits Viagra genommen hatte, stimmte er zu.

Doch es kam zu einer folgenschweren Reaktion zwischen den beiden Mitteln und den HIV-Medikamenten, die er schlucken muss. Polaris hatte zuvor schon einmal unter einer Dauererektion gelitten, doch seine bekannten „Beruhigungsversuche“ halfen diesmal nicht. Dennoch ging er auf den CSD und kehrte ohne Schmerzen heim.

Als er am Sonntag jedoch aufwachte, hatte er unerträgliche Schmerzen. Er wandte sich an den One-Night-Stand, der ihm empfahl, Ketamin zu nehmen – das machte aber alles noch schlimmer. Gegen 15 Uhr wurde Polaris ins Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg eingeliefert.

Die Ärzte vor Ort versuchten zunächst, ihm mit einer Nadel in den Penis zu stechen, um das Blut ablaufen zu lassen. Doch egal, wie groß diese waren: Der Penis wollte auch nach zehn Stunden nicht schlaff werden. Das andere Extrem erlebte Polaris dann in einer Not-OP, denn diesmal wäre er fast verblutet.

Daraufhin kam ein Chirurg auf die Idee, eine Vene aus dem Oberschenkel zu entnehmen und mit dem Penis zu verbinden. Doch das funktionierte auch nicht, nach einer halben Stunde war der Penis wieder steif. Inzwischen hatten sich zahlreiche Blutgerinnsel gebildet, Polaris drohte zu sterben – zwischenzeitlich stand eine Amputation im Raum. Inzwischen ist laut „GCN“ aber etwas Besserung eingetreten, weil die Mediziner ihn an eine Blutverdünnungsmaschine angeschlossen haben und zudem mit Schläuchen Blut abführen.

Sein Schicksal hat Danny Polaris auf Instagram geteilt und wird das wohl auch noch eine gewisse Zeit lang tun, denn nach dem Krankenhausaufenthalt werden wahrscheinlich Reha und Physiotherapie folgen. Die Kosten dafür möchte er mithilfe einer Spendenkampagne auf „GoFundMe“ sammeln. Die Bekanntmachung der Geschichte soll Menschen davor warnen, Medikamente nach Lust und Laune zu mischen.