Mallorca Strand
Foto: Manuel Meyer/dpa

Viele Mallorca-Urlauber haben sich schon darauf eingestellt, dass es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr nicht auf die Insel gehen wird. Doch ist das nun doch schon wieder ab Juni möglich?

In Deutschland hat es in dieser Woche umfangreiche Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen gegeben. Damit, dass in vielen Bundesländern so schnell viele Sachen wieder erlaubt sein würden, hatten viele nicht gerechnet.

Gibt das auch neue Hoffnung, wenn das darum geht, ob in diesem Jahr noch ein Urlaub im Ausland möglich sein wird? In der vergangenen Woche hat Außenminister Heiko Maas die Reisebeschränkung für alle Länder bis zum 14. Juni verlängert.

Mallorca-Urlaub trotz Corona: Die Politik sorgt für einen Hoffnungsschimmer

Vielerorts wäre ein Jahr gänzlich ohne Tourismus existenzbedrohend, deswegen legen sich gerade die Verantwortlichen von Urlaubsinseln wie Mallorca ins Zeug, um möglichst schnell den Betrieb wieder in Gang zu setzen.

Gerade auf der „Lieblingsinsel der Deutschen“ könnte es nun ganz schnell gehen. Wie das „Mallorca Magazin“ berichtet, haben der Hotelkettenverband der Balearen (ACH) und der Hotelverband von Mallorca (FEHM) Verträge mit zahlreichen europäischen Reiseunternehmen unterzeichnet.

Dazu zählen unter anderem Alltours, Tui, Schauinsland und FTI in Deutschland. Der Plan sei es demnach, bereits Anfang Juli erste Touristen aus dem Ausland auf Mallorca in Empfang zu nehmen.

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Je nachdem, wie groß der Andrang auf die Reiseverbindungen ist, wollen die Reiseunternehmen dann wieder regelmäßige Flugrouten auf die Balearen einrichten. Natürlich könnte die Politik die Pläne der Unternehmen aber vereiteln.

Geplant ist es aktuell, die Hotels schrittweise wieder zu öffnen, das bestätigte zuletzt auch ACH-Chef Gabriel Llobera. Auch an den Stränden könnte es dann wieder voller werden – das aber an die Abstandsregeln angepasst. So soll es einen Abstand von 8×10 Metern zwischen den Liegen geben.

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Aus Spanien kommt dazu noch die Meldung, dass Meer- und Poolwasser die Verbreitung des Coronavirus verhindern könnte. Virologe Javier Canton spricht davon, dass dadurch das Virus sogar „deaktiviert“ werden könnte, das berichtet die spanische Tageszeitung „El Periodico“.

Canton geht davon aus, dass es, wenn das Virus auf Salzwasser trifft, zu einer Plasmolyse kommen könnte. Dabei wird einer Zelle das Wasser entzogen – praktisch könnte damit das Salzwasser die Hülle des Virus durchbrechen und es so unschädlich machen.

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Was das Wasser in Pools und Schwimmbädern betrifft, geht es in erster Linie um das Chlor, das dem Wasser ja hinzugefügt wird – auch das könnte dem Virus zusetzen. Allerdings warnt der Virologe, da es noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu der Wirkung gibt. Ebenso sei noch nicht abschließend geklärt, ob es überhaupt zu einer Corona-Übertragung durch das Wasser kommen kann.

In Nordrhein-Westfalen stehen die Öffnung von Frei- und Hallenbädern schon wieder bevor. Ab dem 20. Mai dürfen Freibäder unter strengen Hygienevorkehrungen wieder öffnen, zehn Tage später, am 30. Mai, sollen dann unter anderem Hallenbäder und Thermen folgen – auch da natürlich unter Sicherheitsvorkehrungen.