Polizei Mallorca Magaluf
Foto: Clara Margais/dpa

Als ein Mann durch das Fenster seiner Nachbarn schaut, und einen Gewaltakt wahrnimmt,  geht er davon aus, dass fremde Hilfe nötig ist. Weil er sich sicher ist, dass sich in der Wohnung zwei Männer wild prügeln, ruft er die Polizei.

Der gute Nachbar hat sich geirrt. Es war tatsächlich nicht das, wonach es aussah. Das ungewöhnliche Treiben in einem Haus auf Palma de Mallorca hatte einen anderen Hintergrund. Was sich hinter der Fensterscheibe der Anwohner abspielte, war tatsächlich eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern – allerdings mit tiefgründigeren Absichten.

Die beiden „Schläger“ wollten sich nicht wirklich verletzen, sondern hatten sexuelle Absichten, wie sich beim Eintreffen der Unformierten herausstellte. Bei der Überprüfung kam ans Tageslicht, dass die beiden Herren einvernehmlich sadomasochistische Sexpraktiken ausübten – nach eigenem Bekunden, um die Ausgangssperre wegen des Coronavirus erträglich zu machen.

Damit war der Fall eigentlich ruckzuck geklärt, für die Beamten war jedenfalls zunächst alles in bester Ordnung. Doch dann wendete sich das Blatt und für einen der beiden Männer gab es ein Nachspiel.

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Die Polizisten nahmen ihn mit auf die Wache. Denn bei der Überprüfung seiner Personen-Daten stellte sich überraschend heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Festnahme und Aufnahme der Ermittlungen. Weitere Hintergründe zu den Vergehen wurden bislang nicht bekannt.