„Widerstand“: Luxus-Hotel ignoriert 2G-Regel – Besitzer übernimmt Strafen der Gäste

Eigentlich sind die Corona-Maßnahmen in Österreichs Hotels klar – dieser Hotelier ignoriert die 2G-Regel aber und spricht von "Widerstand".

Im November wurde in Österreich deutlich, wie sich die Corona-Situation verschärft hat. Nach einem relativ unbeschwerten Sommer und Herbst folgte ein extremer Lockdown. Während sich Omikron in Österreich ausbreitet, nimmt es der Besitzer eines Luxus-Hotels aber alles andere als ernst mit den Corona-Bestimmungen.

Wie das Portal „heute.at“ berichtet, hat es in den vergangenen Wochen immer wieder Kontrollen im Hotel „Das Kronthaler“ in Tirol gegeben. Dabei ist es aber nicht schwer, die Einstellung des Besitzers in Bezug auf die Corona-Maßnahmen festzustellen. Sie sind ihm ziemlich egal – und das gibt er auch offen zu.

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2G-Status wird im „Kronthaler“ nicht kontrolliert

Denn an der Rezeption ist ein Schreiben der Besitzer ausgelegt, durch das klar wird, dass der Impfstatus der Hotelgäste nicht überprüft wird. „Das Kronthaler soll für Sie eine Oase der größtmöglichen Normalität sein. Dafür setzen wir voraus, dass Sie geschützt sind – immunisiert, getestet, genesen oder sogar geimpft. Daher fragen wir Sie nicht aktiv nach Ihrem Gesundheitsstatus.“

Hier ist das Schreiben zu sehen:

Im Rahmen einer Kontrolle hat es laut „Tiroler Tageszeitung“ einige Strafen gegeben. Hoteldirektor Günther Hlebaina bestätigte dem Blatt diese. Demnach sei es unter anderem zu Verstößen gegen die Maskenpflicht gekommen. Für Hlebaina ist das aber offensichtlich kein großes Problem: Er hat bereits angekündigt, die Strafen übernehmen zu wollen.

„Wenn Gesetze wirklich blödsinnig sind, muss Widerstand geleistet werden“

Zu den Maßnahmen in Österreich sagt der Hoteldirektor: „Mir geht es um Grundsätzliches. Wenn Gesetze wirklich blödsinnig sind, muss Widerstand geleistet werden.“ Offenbar hat er seinen ganz eigenen Weg gefunden, offen kundzutun, dass er mit der einen oder anderen Verordnung nicht einverstanden ist.

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Bezirkshauptmann Michael Brandl reagiert mit deutlichen Worten: „Das Verhalten des Hoteliers ist inakzeptabel und wie ein Schlag ins Gesicht. Er glaubt, sich über das Gesetz stellen zu können – und das in vollem Bewusstsein“. Er kündigt an: „Wir werden alles uns Mögliche dagegen tun.“ Klingt ganz so, als sei das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.