„Wird schon klappen“: Lehrerin verabreicht Schüler Impfung – Festnahme

In den USA verabreichte eine Lehrern einem 17 Jahre alten Schüler eine Impfdosis. Nun wurde sie angeklagt, es droht jahrelange Haft.
Corona-Spritze
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Alles muss man selbst machen. Das dachte sich wohl auch die Biologielehrerin Laura Parker Russo aus Long Island im US-Bundesstaat New York (USA), als sie ihrem 17-jährigen Schüler eine Corona-Impfung verabreichte. Der Freund ihres Sohnes soll sogar noch darum gebeten haben. In einem Video sagt sie, während sie den Arm des Jungen desinfiziert: „Wird schon klappen, denk ich.“ Und er antwortet: „Auf geht’s! Heim-Impfung.“

Das Video könnt ihr euch hier anschauen:

So locker die Lehrerin und ihr Schüler die Angelegenheit sahen, die Eltern des Jungen waren weniger begeistert, wie der englische Sender „BBC“ berichtet. Die haben den Vorfall nämlich erst öffentlich gemacht, wonach Russo dann auch festgenommen wurde. Erfahren haben es die Eltern demnach wohl, weil der Sohn es der Mutter daheim erzählt hatte. Nun wurde Russo wegen unbefugter Berufsausübung angeklagt und von der High School, an der sie unterrichtete,  versetzt, wie es heißt.

Pikant ist auch, dass die 54-Jährige einen Impfstoff von Johnson&Johnson benutzt haben soll. Dieser Impfstoff ist aber erst für Personen ab 18 vorgesehen. Und auch, wie Russo überhaupt an den Impfstoff gekommen ist, muss noch geklärt werden. Am 21. Januar ist eine erste Anhörung geplant. Bei einer Verurteilung drohen der Lehrerin bis zu vier Jahre Haft. Denn Impfungen dürfen nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden.

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