Sie tat das, was Millionen Menschen tagtäglich tun. Doch ihre Instagram-Leidenschaft kostete Nang Mwe San den Job als Ärztin.

Seit drei Jahren postet die 29-Jährige regelmäßig Fotos auf ihrem Kanal. Klar, hier und da fehlt mal ein Kleidungsstück, doch zumindest einen Bikini trägt sie immer. Und wenn sie das Oberteil einmal verlegt hat, zeigt sie sich nur von hinten.

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too much to handle

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So viel nackte Haut ist für den Ärzterat in Myanmar allerdings zu viel: Dr. Mwe San wurde die Lizenz entzogen. In einem Schreiben, das der „New York Times“ vorliegt, heißt es, sie habe die „traditionelle Kultur“ des Landes verletzt.

Bereits im Januar hatte der Rat die Ärztin vorgeladen und aufgefordert, ihre Aktivitäten im Internet einzuschränken. „Sie sagten mir, ich sei verhaltensgestört“, erklärt Mwe San der Zeitung.

Doch die brünette Schönheit ignorierte dies, postete weiter fleißig sexy Bilder und fing sogar an, professionell zu modeln. Obwohl sie dadurch weit mehr verdiente und den Job als Ärztin vorerst an den Nagel hing, trifft der Verlust der Zulassung hart. Denn die ehemalige Spitzenschülerin, die mit 22 bereits ihren Doktortitel verliehen bekam, weiß: Die Zeit als Model ist begrenzt.

Daher kündigte sie nun an, Einspruch einzulegen: „Ich werde alles tun, um die Lizenz zu behalten. Ich habe viel Zeit investiert und hart gearbeitet, um sie zu bekommen.“ Auf Instagram meinte sie: „Die Körper der Frauen gehören nicht der Gesellschaft. Mein Körper, meine Rechte.“ Und im Gespräch mit der Zeitung äußerte sie ihren Unmut über den Sexismus in Myanmar: „Sie beurteilen Frauen nach dem, was sie tragen. Sie wollen nicht einmal, dass wir uns Hosen anziehen.“

Ob das ihre 120.000 Follower unbedingt wollen, darf getrost bezweifelt werden. Zumindest bekommt sie auf Instagram aber haufenweise Komplimente.