Polizei
Foto: Shutterstock

Worüber viele Menschen womöglich schon einmal spaßeshalber nachgedacht haben, hat ein 15-jähriger Junge in München umgesetzt: Er hat seinen Freund im Internet zum Verkauf angeboten. Gerade die Beschreibung lässt einen schmunzeln, die Polizei fand es aber nicht so witzig.

Eine Münchnerin war beim Surfen etwas verwundert, als ihr bei eBay Kleinanzeigen ein 14-jähriger Junge für 90.000 Euro angeboten wurde, die Anzeige beinhaltete gar ein Foto. Der Schuldige war schnell gefunden, nachdem die Frau die Polizei informierte.

Wie die Polizei mitteilt, heißt es in der Annonce, das „Exemplar komme leider aus China“ und würde „wirklich derbe stinken“. Daher sei ein „Ölwechsel“ vonnöten. Darüber hinaus fielen noch Begriffe wie „minderwertig“ und „Fehlkauf“ in der Anzeige.

„Anhand des Gesamteindrucks des Inserats konnte die Ernsthaftigkeit des Verkaufsangebots nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Das Amtsgericht München erließ in der Folge einen Durchsuchungsbeschluss wegen Verleumdung gegen den zwischenzeitlich ermittelten Inserenten, insbesondere aufgrund der derben Art der Anzeige, des jungen Alters des zu diesem Zeitpunkt unbekannten Geschädigten und der öffentlichen Einsehbarkeit der mit einem Foto versehenen Anzeige“, sagt die Polizei München.

Letztlich führte die Annonce sogar zu einer Wohnungsdurchsuchung – der „Täter“ lebte noch bei seinen Eltern, die entsprechend überrascht waren. Obwohl spätestens nach dem Einsatz klar war, dass es sich nur um einen Spaß handelte, hatte die Durchsuchung des Kinderzimmers ein Nachspiel für den 15-Jährigen.

Dort wurde nämlich ein „Soft-Nunchaku“, eine Schlagwaffe asiatischer Herkunft, gefunden. Damit verstieß der Teenager gegen das Waffengesetz, zudem wurde das Smartphone des 15-Jährigen beschlagnahmt.

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