Foto: Syda Productions/shutterstock
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Unfassbar: Eine japanische Krankenschwester soll 20 schwerkranke Patienten getötet haben. Die 31-Jährige wollte damit sichergehen, dass die Kranken sterben, wenn sie nicht im Dienst ist.

Die Japanerin wurde am Samstag verhaftet. Sie steht im Verdacht, schwerkranke Patienten mit einem Desinfektionsmittel getötet haben, das sie in ihre Infusionen spritzte.

Japanischen Medienberichten zufolge, hat die 31-Jährige gestanden, rund 20 Patienten auf diese Weise getötet zu haben. Sie habe es so eingerichtet, dass sie nicht mehr im Dienst ist, sobald der Tod des jeweiligen Kranken eintritt. So konnte sie vermeiden, Familienangehörigen die Todesnachricht übermitteln zu müssen. 

Das Krankenhaus wies in der Zeit, in der die Krankenschwester auf der Station im Dienst war, eine hohe Patientensterblichkeit auf. Am 20. September 2016 wurde festgestellt, dass ein 88-jähriger Patient während einer intravenösen Infusion gestorben ist.

Es wurde ermittelt, dass die Infusionslösung mit einem Desinfektionsmittel kontaminiert wurde. Gerade noch rechtzeitig vor der Einäscherung eines zwei Tage zuvor verstorbenen Patienten konnte die Polizei eine Autopsie der Leiche erreichen. Sie bestätigte das gleiche Muster.

Die Staatsanwaltschaft hat zwei Wochen Zeit zu entscheiden, ob sie Anklage gegen die Krankenschwester erhebt.

(Mit Agenturmaterial (dpa))