Foto: Polizei Dortmund
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Der Fahrer eines Lkw hat in der Nacht auf Samstag die Lärmschutzwand des Rastplatzes „Vellern“ auf der A 2 mit seinem Sattelzug zum Einstürzen gebracht. Dem alkoholisiereten Fahrer war das Ausmaß seiner Aktion nicht ganz bewusst, also legte er sich schlafen.

Schließlich hielt die doppelte Betonwand auf der Seite des Rastplatzes einigermaßen stand, die zur Autobahn gerichtete Seite kippte jedoch wie ein Streichholz um. So staunten die Polizisten auch nicht schlecht, als sie die Betonplatten auf dem Fahrstreifen der A 2 in Richtung Oberhausen entdeckten.

Ein Verursacher war jedoch weit und breit nicht zu erkennen. Also sicherten die Beamten die ungewöhnliche Unfallstelle ab und ermittelten auf dem angrenzenden Rastplatz weiter. Hier gaben sich mehrere Lkw-Fahrer als Zeugen zu erkennen.

Offenbar setzte der Fahrer eines russischen Lkw zunächst den Rückwärtsgang ein, fuhr los und stieß gegen den Anhänger eines weiteren Lkw. Davon ließ er sich jedoch nicht aufhalten. Das Gespann rollte weiter rückwärts und prallte wenig später gegen die Betonwand der Schallschutzmauer.

Spätestens hier musste dem Fahrer klar sein, dass er gerade gegen irgendetwas Großes gestoßen ist. Also legte er den Vorwärtsgang ein, fuhr wieder in die Parkbucht, löschte das Licht in der Kabine und legte sich schlafen.

Die Polizisten suchten daraufhin das Führerhaus des Lkw auf und stellten den Mann zur Rede. Schon beim ersten Satz des Mannes aus Weißrussland strömte deutlicher Alkoholgeruch durch die Luft. Also musste der 31-Jährige die Polizisten zur Autobahnwache Kamen begleiten.

Hier wurden dem Mann zwei Blutproben entnommen. Zudem beschlagnahmten die Beamten den Führerschein des Mannes. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung konnte er die Wache wieder verlassen – ohne Lkw und ohne Führerschein.