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Foto: Kyodo News /AP

Auf einem für Reparaturen in einer japanischen Werft liegenden italienischen Kreuzfahrtschiff sind 48 Besatzungsmitglieder positiv auf das neue Coronavirus getestet worden.

Das teilten japanische Behörden am Donnerstag mit. Die „Costa Atlantica“ befindet sich seit Ende Januar zur Wartung in der Werft von Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki. Sie hat 623 Besatzungsmitglieder, Passagiere sind nicht an Bord. Einer der erkrankten Seeleute habe in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, wo er künstlich beatmet werde, sagte ein Behördensprecher.

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Der Coronavirus-Ausbruch auf dem Schiff wurde am Dienstag bekannt, nachdem ein Besatzungsmitglied Symptome wie Husten und Fieber gezeigt hatte. Sein Test war positiv, bis Donnerstag erhöhte sich die Zahl der Infizierten auf 48.

Experten hatten im Februar scharfe Kritik am Umgang Japans mit einem in Yokohama vorübergehend unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff mit Tausenden Menschen an Bord geübt.

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Die Entscheidung der umstrittenen Quarantäneanordnung an Bord der „Diamond Princess“ hatte nach Erkenntnis von Forschern zu vermeidbar vielen Infektionen mit dem neuen Coronavirus geführt. Von den rund 3700 Passagieren und Crewmitgliedern hatten sich 712 infiziert, 13 Menschen starben. Inzwischen zählt Japan insgesamt mehr als 12 200 Infektionsfälle und 296 Tote, wie der Fernsehsender NHK berichtete.

Die Coronakrise hat die Kreuzfahrt-Industrie hart erwischt – und auch viele Passagiere litten an den Umständen. Zwischenzeitlich suchten Schiffe mit insgesamt rund 8000 Passagieren einen Hafen.

Quelle: dpa