Diamond Princess Kreuzfahrtschiff
Foto: Kazuhiro Nogi/AFP

Ein Passagierschiff vor Kalifornien hat 21 Infizierte an Bord, es soll einen nicht-kommerziellen Hafen anlaufen. Auf dem Nil in Ägypten sind 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder in Quarantäne, bei zwölf von ihnen ist das Virus nachgewiesen.

Die sich global ausbreitende Epidemie mit dem Coronaviurs zieht zunehmend die Kreuzfahrtschifffahrt in Mitleidenschaft. Die Riesen sind wegen ihrer Enge eine Art Brutkasten für Viren. Viele Menschen bewegen sich auf engem Raum, so dass eine Viren-Ausbreitung grundsätzlich schnell passieren kann.

Auf dem amerikanischen Passagierschiff „Grand Princess“ vor Kalifornien wurden 21 Infektionen festgestellt; die US-Behörden wollten im Laufe des Samstags darüber entscheiden, wo es vor Anker gehen darf.

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In Ägypten wurde auf dem Nil ein Kreuzfahrtschiff mit 150 Menschen an Bord unter Quarantäne gestellt, nachdem dort zwölf Menschen positiv auf das Virus getestet wurde. Laut Gesundheitsbehörden handelt es sich um Besatzungsmitglieder, die zunächst noch keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 entwickelt hatten.

Und nach Thailand verweigerte auch die Hafenbehörde von Penang in Malaysia dem Kreuzfahrtschiff „Costa Fortuna“ die Einfahrt, weil sich unter 2000 Passagieren 64 Personen aus Italien befinden.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte, die vor San Francisco wartende „Grand Princess“ solle in einen „nicht-kommerziellen Hafen“ dirigiert werden. Dort solle dann jeder an Bord auf das Virus getestet werden. Auf dem Schiff waren bei einer früheren Reise zehn Coronavirus-Infektionen aufgetreten. Von den nun infizierten 21 Personen gehören 19 zur Crew.

„Die, die in Quarantäne genommen werden müssen, werden unter Quarantäne gestellt“, erklärte Pence, der Beauftragter für den Kampf gegen das Virus Sars-CoV-2 ist. Präsident Donald Trump sagte, er hätte es vorgezogen, die Passagiere nicht auf amerikanischen Boden zu lassen, werde aber den Empfehlungen medizinischer Experten folgen.

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Ein Passagier einer vorherigen Reise im Februar war an der vom Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Daraufhin versuchten die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes herauszufinden, ob das Virus auf der „Grand Princess“ zirkulierte.

Die Gesundheitsbehörden hatten in den vergangenen Tagen mitgeteilt, dass mindestens neun andere Menschen, die an derselben Reise teilgenommen hatten, ebenfalls erkrankt waren. Einige der Passagiere blieben auch für die folgende Reise auf dem Schiff.

In Ägypten schien es ähnlich zu sein: Dort war bei einer früheren Reise ein taiwanisch-amerikanischer Passagier nach der Rückkehr nach Taiwan positiv auf das Virus getestet worden.

Die Weltgesundheitsorganisation informierte die ägyptischen Behörden darüber, die daraufhin alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes untersuchen ließen. Die zwölf Infizierten Besatzungsmitglieder sollten in die Isolierstation eines Krankenhauses gebracht werden.

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In Asien war den Passagieren der „Costa Fortuna am Freitag ein Tagesausflug in Phuket untersagt worden. Das Schiff fuhr nach Penang weiter, wo die Behörden am Samstag einer Weisung des Verkehrsministeriums folgend die Einfahrt verboten. Das Kreuzfahrtschiff fuhr daraufhin nach Singapur weiter, teilte ein Stadtrat Penags, Phee Boon Poh, mit.

Quelle: dpa