Foto: Shutterstock/wavebreakmedia
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Nach einer Beißattacke in der Essener Fußball-Kreisliga hat das Kreissportgericht ein hartes Urteil gegen den Täter gefällt: Der 40 Jahre alte Spieler vom SV Preußen Eiberg 11/31 wurde bundesweit für sieben Jahre gesperrt. Zwei Jahre davon sind zur Bewährung ausgesetzt, wenn der Verurteilte 500 Euro an einen gemeinnützigen Verein spendet.

Zudem muss er die Prozesskosten von maximal 100 Euro tragen. Das bestätigte Henrik Lerch, Pressesprecher des Fußballverbandes Niederrhein, am Mittwoch auf dpa-Anfrage.

In der Kreisligapartie von Preußen Eiberg am 21. Oktober gegen die Essener SG 99/06 II hatte der 40-Jährige seinem Gegenspieler ein Stück der Nase abgebissen. „Das Opfer war mit seiner Verletzung drei Tage im Krankenhaus und wurde stationär behandelt. Ihm geht es halbwegs okay“, sagte Lerch. Im Gerichtssaal war das Opfer am Dienstag nicht anwesend. Sein Anwalt verlas eine Stellungnahme. Der Täter habe zwar Reue gezeigt, jedoch „immer wieder wiederholt, dass er keine aktive Beißbewegung gemacht“ habe, erklärte Lerch. Der Täter habe sich den Vorfall nicht erklären können.

Der sogenannten „Nasenbeißer-Affäre“ in der Partie vorangegangen war offenbar ein Foulspiel. Daraufhin hätten sich die beiden Spieler ein Wortgefecht geliefert, in dessen Folge es zu der Attacke kam.

Lerch sprach von einem „deutlichen und starken Strafmaß“. Die Höchststrafe hätte bei einer Sperre von acht Jahren gelegen. Beide Vereine haben dem Urteil zugestimmt, es ist somit rechtskräftig. Vonseiten der Polizei werde noch wegen Körperverletzung gegen den Täter ermittelt, sagte Lerch.

Preußen Eiberg hat noch nicht darüber entschieden, ob der Spieler womöglich aus dem Verein ausgeschlossen wird.

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  (dpa)