Coronavirus Polizei Stuttgart
Foto: Christoph Schmidt/dpa

In der Stuttgarter Innenstadt sind am späten Samstagabend bei Auseinandersetzungen zahlreicher Jugendlicher mit der Polizei mehrere Polizisten verletzt und junge Randalierer vorläufig festgenommen worden.

Nach Polizeiangaben hatten sich teilweise zwischen 500 und 600 Menschen an der populären Freitreppe am Schlossplatz versammelt, die bereits am Abend zuvor geräumt worden war. Die Stimmung sei in der Nacht zum Sonntag gekippt, als Polizisten Feiernde wegen des geltenden Alkoholverbots und der Corona-Auflagen für Versammlungen ansprachen.

Beleidigungen und Flaschenwürfe

Als die Polizeibeamten die Freitreppe erneut räumten, flogen Flaschen, Polizisten wurden nach eigenen Angaben massiv beleidigt und es kam zu Auseinandersetzungen. Auch Pfefferspray sei eingesetzt worden, hieß es. Insgesamt wurden laut Polizei sechs Menschen vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Fünf Polizisten seien verletzt worden, bis sich die Lage in der Innenstadt gegen 2.00 Uhr am Sonntagmorgen beruhigte.

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Seit dem vergangenen Donnerstag müssen Stuttgarter erstmals seit Wochen nicht mehr um 22.00 Uhr zuhause sein. Das Alkoholverbot an vielen öffentlichen Plätzen in der baden-württembergischen Stadt besteht allerdings weiter.

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Nach dem Großeinsatz prüfen Stadt und Polizei ein Verweilverbot für die beliebten Bereiche in der City. So ein Verweilverbot wird beispielsweise in der Altstadt von Düsseldorf (NRW) bereits praktiziert.

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Die Bilder aus der Stuttgarter Nacht wecken Erinnerungen an die sogenannte Stuttgarter Krawallnacht im Juni 2020. Damals hatten Dutzende Menschen, vor allem junge Männer, in der Stuttgarter City randaliert.

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Quelle: dpa