Kommt neues Omikron-Wundermittel ausgerechnet von AstraZeneca?

AstraZeneca wurde für den Corona-Impfstoff viel kritisiert – nun soll "Evusheld" aber ein Meilenstein in der Corona-Bekämpfung sein.

Kaum ein Unternehmen hat in Zeiten der Corona-Pandemie so viel Kritik einstecken müssen wie AstraZeneca. Mittlerweile wird der Corona-Impfstoff des Unternehmens nicht mehr verimpft. Nun könnte aber ausgerechnet AstraZeneca ein Corona-Wundermittel auf den Markt bringen. Ein neuer Impfstoff ist es aber nicht.

Wie die britische Zeitung „Daily Express“ berichtet, gibt es nun große Hoffnungen, dass „Evusheld“ einen Meilenstein in der Behandlung von Covid-19 darstellen könnte. Denn aktuell schaffen es die Impfstoffe zwar, schützend vor schweren Verläufen zu wirken. Allerdings sorgt die hochinfektiöse Omikron-Variante für viele Infektionen – darunter auch jede Menge mit Symptomen.

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„Evusheld“: 77 Prozent Schutz vor symptomatischen Corona-Verläufen?

Da könnte „Evusheld“, ein Antikörper-Cocktail von AstraZeneca, ins Spiel kommen. Denn die Datenlage erster Studien zu dem Corona-Medikament zeigen, dass es offenbar die symptomatischen Corona-Infektionen um 77 Prozent reduziert. Demnach solle dieser Schutz durch die Antikörper mindestens ein halbes Jahr anhalten – zwei Injektionen mit dem Medikament sind geplant.

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Das Medikament wurde zuletzt in einer unabhängigen Studie von Forschern der Universität in Washington untersucht. Ihre Rückmeldung zur Wirksamkeit ist vielversprechend – zumal Teil der Untersuchung war, wie gut „Evusheld“ bei der Omikron-Variante des Coronavirus wirkt. Der erste Belastungsprobe konnte das Medikament somit standhalten. Allerdings müssen noch weitere folgen, in denen „Evusheld“ in verschiedenen Testphasen untersucht wird.

Bisher wurden die Tests in erster Linie an Mäusen vorgenommen. Bei ihnen konnte für alle bisher bekannten Teilvarianten von Omikron eine deutlich reduzierte Virenlast in den Lungen festgestellt werden, wenn zuvor „Evusheld“ eingesetzt wurde. Maßgeblich soll dabei sein, dass das Medikament Entzündungen in der Lunge verhindern konnte. Das ist der Auslöser für viele problematische Covid-Verläufe.

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