Kollege im Kofferraum, Taser-Einsatz, Unfall, Fahrerflucht: Französische Polizei dreht völlig frei

In Nordfrankreich ist eine Gruppe von Polizisten völlig durchgedreht: Nach einem Taser-"Angriff" bauten sie einen Unfall und fuhren einfach weiter.
Polizeiauto in Frankreich
Ein Polizeiauto in Frankreich. Foto: Christopher Dodge/Shutterstock.com
Polizeiauto in Frankreich
Ein Polizeiauto in Frankreich. Foto: Christopher Dodge/Shutterstock.com

Seitdem Polizisten sogenannte Taser, also Elektroschocker, nutzen dürfen, kommt es immer wieder zu kuriosen Unfällen. So wie in diesem Fall im Norden Frankreichs.

Von der Abschiedsparty eines Kollegen in einem Nachbarort von Roubaix waren sechs Polizisten, von denen einer im Kofferraum saß, nachts auf dem Rückweg, als es zu einem Unfall kam: Der Streifenwagen rammte ein geparktes Auto, fuhr aber einfach weiter. Ausgelöst hatte den Unfall eine Beamtin, die ihren Kollegen am Steuer aus Spaß mit dem Elektroschocker angegriffen hatte.  Ein jugendlicher Rollerfahrer beobachtete die Kollision.

Mit im Wagen saß auch die Vorgesetzte der übrigen Polizisten. Ihr Verteidiger hatte nach dem Bericht der Zeitung vorgebracht, ihre Priorität in der Situation wäre gewesen, „ihr Team in Sicherheit zu bringen“. Sie soll nun mit den anderen Vorgesetzten über disziplinarrechtliche Konsequenzen entscheiden. Denn: Das Gericht in Roubaix verhängte keine Strafe für die Übeltäterin. Es hielt der Beamtin am Mittwoch ihr enormes Engagement bei der Polizei zugute, auch wenn sie den Polizei-Taser zweckentfremdet habe, berichtete die Zeitung „La Voix du Nord“.

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dpa