Krankenhaus Hospital
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Diese Geschichte ist kaum zu glauben: Ein drei Jahre alter Junge soll auf Wunsch seiner Eltern routinemäßig beschnitten werden, doch stattdessen amputiert der Arzt den Penis. Zwei Tage später ist der Mediziner tot.

Abgespielt hat sich das Drama laut eines Berichts der britischen Zeitung „Daily Star“ in Brasilien. Dort sollte Dr. Pedro Abrantes im „Carlos Marx Municipal Hospital“ in Malacachta eine Beschneidung durchführen. Einige Stunden nach der Operation erblickte Vater Alberthy Camargos das Unheil: „Als sie den Verband entfernten, war darunter kein Penis mehr zu erkennen, sondern nur ein Stumpf.“ Der 24-Jährige erlitt einen Schock und sackte auf den Boden.

Einen Behandlungsfehler wollte der Arzt indes nicht erkannt haben, der Eingriff sei nach Plan verlaufen, gab er zu Protokoll. „Er hat mir gesagt, dass er nur die überflüssige Haut entfernt hat und der Penis in zehn Tagen wieder auftauchen werde“, sagte Camargos später. „Sie behandelten mich wie einen Idioten und ich verlor komplett das Vertrauen in die Ärzte. Allein vom Hinsehen und durch die Schreie meines Sohnes war mir klar, dass die Operation schief gelaufen war und sie seinen Körper verstümmelt hatten.“

Während Dr. Abrantes zwei Tage nach der Operation an einem Herzinfarkt starb, brachte Camargos seinen Sohn umgehend in eine benachbarte Privatklinik. Der dortige Urologe bestätigte alles, was der Vater vermutet hatte. Sie gaben dem Jungen zunächst die richtigen Medikamente und behandeln ihn seitdem fortlaufend.

Die durchaus überraschende Prognose: Die Ärzte sind optimistisch und es besteht berechtigte Hoffnung, dass das erektile Gewebe erhalten werden kann. Dann wäre ein normales Sexualleben möglich und das Kind könnte als Erwachsener Kinder zeugen.

Parallel laufen die Ermittlungen gegen die Klinik, die durch den Tod des Mediziners nicht einfacher werden. Die Eltern des Jungen streben unabhängig vom Ausgang wohl eine Klage an.