Klare Botschaft von Impfgegner nach Corona-Horror: „Macht nicht denselben Fehler wie ich!“

Er sah sich als "Held", weil er sich nicht gegen Corona impfen ließ. Dann gaben ihm die Ärzte nach Covid-Infektion nur noch 50 Prozent Überlebenschance. So denkt dieser Corona-Patient heute.

Er hat seine Meinung geändert – der Horror dazwischen wäre Andrew Pugh aber gerne erspart geblieben. Als Ungeimpfter kam er, nachdem er sich mit Corona infiziert hat, auf die Intensivstation. Die Ärzte haben ihm zwischenzeitlich nur noch eine 50-prozentige Chance, dass er überlebt. Er hat es geschafft und will nun eine Botschaft verbreiten.

Im Gespräch mit der britischen Tageszeitung „Daily Mirror“, adressiert er alle, die sich noch nicht gegen Corona haben impfen lassen. „Bitte macht nicht denselben Fehler wie ich“, sagt er heute, obwohl er noch vor wenigen Monaten ähnlich dachte wie diejenigen, die weiterhin die Corona-Impfung strikt ablehnen.

Impfgegner sah sich als „Held“ – dann starb er fast

Bei Pugh waren es Verschwörungstheorien auf Facebook, die ihn lange davon überzeugten, sich nicht impfen zu lassen. Er erklärt, er habe sich selbst als „Held“ gesehen, weil er die Entscheidung so getroffen hatte. Und das, obwohl ihm seine Partnerin ausdrücklich darum bat, sich vor Covid-19 zu schützen.

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Er hat es nicht und infizierte sich im Winter 2021. Seine Situation verschlechterte sich, sodass er Anfang Dezember auf die Intensivstation verlegt werden musste – die Ärzte kämpften um sein Leben. Zwischenzeitlich gaben die Ärzte eine Einschätzung, dass es 50:50 steht, ob der Patient überleben würde.

Long Covid macht Pugh zu schaffen

Pugh überlebte aber! Nach sechs Wochen im Krankenhaus wurde er zuletzt wieder entlassen und durfte zu seiner Familie nach Hause. Noch bevor er es sich da aber gemütlich gemacht hat, ging es für ihn ins Impfzentrum. Denn sein Vorsatz ist es, sich jetzt so gut wie möglich vor dem Coronavirus zu schützen.

Der Mann, der stolz darauf war, ungeimpft zu sein, ist nun geimpft. „Ich will nicht, dass jemand das mitmachen muss, was meine Familie meinetwegen erleiden musste“, erklärt der 52-Jährige. „Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich mich impfen lassen, als er die erste Möglichkeit dafür gab.“

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Allerdings hat Pugh weiterhin mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen – die Folgen von Long Covid machen ihm zu schaffen. Er hat immer noch Atemproblemen, musste sich Techniken aneignen, um sich bei Situationen mit Atemschwierigkeiten zu behelfen. „Sogar das Treppensteigen macht mir immer noch Probleme“, gibt er zu. Die Ärzte haben ihm mitgeteilt, dass er vier bis sechs Wochen dauere, bis sich sein Zustand merklich verbessert – diesen Weg will Pugh nun bestreiten.