Kinder spielen in Quarantäne zusammen – Nachbarn verpetzten sie

Weil zwei Siebenjährige ihre Quarantäne zusammen verbrachten, rückte das Ordnungsamt aus. Nachbarn hatten die Eltern angeschwärzt.
Foto: Shutterstock/Cineberg
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In Flörsheim in der Nähe von Frankfurt braucht es gar kein Gesundheitsamt, um die Quarantäneeinhaltungen zu überprüfen. Das übernehmen die Nachbarn gleich selbst

Wie die „Frankfurter Neue Presse“ schreibt, wurden dort zwei Jungen im Alter von sieben Jahren positiv getestet. Da die beiden aber nicht nur Schulkameraden, sondern auch Nachbarn und Freunde sind, dachten sich die Eltern wohl, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Weil beide a sowieso infiziert sind, ließen sie sie ihre Quarantäne zusammen verbringen. Netter Nebeneffekt: Die Jungs sind beschäftigt und die Eltern haben für andere Dinge ein wenig mehr Freiraum.

Ordnungsamt agiert rigoros

So gut die Idee war: Die Nachbarn waren wacher. Nachdem sie das Treiben beobachteten, kontaktierten sie das Gesundheitsamt, das wiederum das Ordnungsamt informierte, das binnen weniger Minuten vor Ort war, um dem nicht ordnungsgemäßen Treiben schleunigst einen Riegel vorzuschieben.

Eine der Mütter argumentierte, dass sie nicht gewusst habe, dass beide getrennt die Quarantäne verbringen müssten. Als sie den Nachbarsjungen fertig machen und nach Hause schicken wollte, dauerte das den Beamten offenbar zu lange. Also klingelten sie erneut und erwirkten am Ende, dass die andere Mutter ihren eigenen Sohn abholen musste.

Für den Vater eines der beiden Kinder ein absolut unverständlicher Vorgang. Als er fragte, welche gesetzliche Vorgabe es gebe, die untersage, dass zwei sieben Jahre alte Kinder ohne Symptome, die sich außerhalb der beiden Familien bewegen, miteinander spielen, bekam er nicht wirklich eine Antwort. Der Bürgermeister von Flörsheim erklärte lediglich, dass das Ordnungsamt seiner Pflicht nachgekommen sei.

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