Kerrie Wilkes
Foto: Instagram/Kerrie Wilkes

Kerrie Wilkes war eine erfolgreiche Unternehmerin, aber sie wollte auch ein perfektes Äußeres für ihr Instagram-Profil. Und so entschied sie sich 2017 zu einer Schönheitsoperation. Eine Bauchdeckenstraffung in Polen für knapp 5000 Euro sollte das „Beste in ihrem Leben“ sein, es wurde ein Albtraum.

Die Schottin hatte sich laut eines Berichts der britischen Tageszeitung „The Herald“ für eine Operation in Polen entschieden, weil es günstig erschien. Sie wäre dadurch beinahe gestorben. Denn nach der OP klagte die heute 27-Jährige im Aufwachraum nicht nur über starke Schmerzen, sondern zudem über Atembeschwerden und Schüttelfrost.

Die Schwestern behaupteten, alles sei normal. Wilkes bekam weder Schmerzmittel noch Antibiotika. „Die Schmerzen wurden immer schlimmer, es war der reinste Horror.“ Helfen wollte ihr in der Klinik in einem polnischen Gewerbegebiet allerdings niemand mehr.

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Nach dem Rückflug in die Heimat ging es sofort ins Krankenhaus. Im Royal Infirmary Hospital stellten die Ärzte eine Sepsis fest, eine bakterielle Entzündung. Wäre sie nur eine Stunde später gekommen, wäre sie wohl gestorben. Ausgehend vom Bauchnabel war auch der Magen betroffen. Eine Not-OP rettete ihr Leben.

Die Bauchdeckenstraffung habe ihr „Leben ruiniert“ sagt Wilkes heute. Sie musste ihren Mode-Laden dicht machen und auch von ihrem Kinderwunsch verabschiedete sie sich nach den Komplikationen.

Doch inzwischen ist sie tatsächlich schwanger, aber statt Vorfreude zu empfinden, wird sie von neuen Ängsten geplagt. Aus plausiblem Grund: Die Ärzte warnte Wilkes, dass sich der Bauchnabel durch die Schwangerschaft wieder öffnen könnte. Unsicher ist zudem, wie der Bauch reagiert, wenn die Spannung der Haut größer wird.

Angst und Albträume bestimmen deshalb Wilkes Leben in Erwartung ihres ersten Kindes – und haben zu einem Umdenken beim Thema „Schönheits-Operationen“ geführt. Sie erzählt ihren Followern in den sozialen Netzwerken ihre Geschichte und warnt: „Die Leute müssen aufhören, sich der plastischen Chirurgie zu unterziehen. Es würde für mich die Welt bedeuten, wenn sich weniger Menschen operieren lassen würden.“

Und sie selbst hat nur noch einen Wunsch: „Ich möchte bloß eine gesunde Geburt haben. Falls mein Baby das überlebt, bin ich wieder über glücklich.“