Foto: Panchavinin/shutterstock
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Straßenmusiker gehören in London zum Kulturgut, während sich Großbritannien auf dem besten Weg zu einer bargeldlosen Gesellschaft befindet. Ein Pilotprojekt in der englischen Hauptstadt ist da wohl die logische Konsequenz – mutet aber dennoch kurios an: Straßenmusiker in London können nun mit Karte bezahlt werden.

Einen Hut für Kleingeld müssen die Künslter in London jedenfalls nicht mehr aufstellen:.Bürgermeister Sadiq Khan stellte bereits im Mai ein bargeldloses Bezahlsystem für die Künstler in der britischen Hauptstadt vor – seinen Angaben zufolge eine Weltneuheit. Künstler, die sich an dem Projekt in Zusammenarbeit mit der Firma iZettle beteiligen, können sich künftig mittels Geldkarten mit Funkchip, Armbanduhren oder Smartphone bezahlen lassen.

So könnten nun noch mehr Londoner „die brillanten und talentierten Straßenmusiker der Hauptstadt unterstützen“, sagte Khan. Die Straßenmusikerin Charlotte Campbell hat das System zwei Wochen lang getestet – und ein „deutlich“ höheres Spendenaufkommen beobachtet. „Wenn sich Straßenkünstler wie ich nicht an die bargeldlose Gesellschaft anpassen, auf die wir zusteuern, laufen wir Gefahr, als Kunstform auszusterben“, sagte Campbell.

Mit dem System können die Straßenkünstler nicht nur bargeldlose Spenden von Passanten annehmen, sondern auch eine feste Spendensumme festlegen. Nach den Straßenkünstlern will das Unternehmen das Angebot nun auch noch Wohltätigkeitsorganisationen und Kleinbetrieben zur Verfügung stellen. (Mit Agenturmaterial (AFP))