Kein geimpftes Blut für Sohn – Gericht entzieht Eltern Sorgerecht

Sie wollten für die Herz-OP ihres Sohnes (2) kein Blut von Geimpften verwendet haben. Nun wurde den Eltern das Sorgerecht entzogen.
Blut Transfusionen
Foto: Shutterstock/vladm
Blut Transfusionen
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Sie wollten nur das Blut von Ungeimpften – und verhinderten so ein dringend notwendige Herz-OP für ihren zweijährigen Sohn. Nun hat ein Jugendgericht den Eltern einstweilig das Sorgerecht entzogen.

Sie hatten dem dem Eingriff nicht zustimmen wollen, wenn ihnen die Klinik in Bologna nicht zusichere, dass der Zweijährige im Falle einer Transfusion das Blut von einem Corona-Ungeimpften erhalte. Sie hatten der Klinik zu Beginn zu Beginn des Streits eine Liste mit rund 40 freiwilligen Blutspendern, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind, vorgelegt. Die Eltern begründeten ihre Entscheidung ihrem Anwalt zufolge mit religiösen Motiven.

Am Dienstag entschied ein Gericht in Modena allerdings zugunsten der Klinik und bestätigte die Notwendigkeit der Operation für den Jungen sowie die Sicherheit des Blutes der Klinik. Als Vormund wurde der zuständige Sozialdienst eingesetzt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete. Der Eingriff könnte damit in den kommenden Tagen oder Wochen in die Wege geleitet werden.

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dpa