Katastrophe auf hoher See: Brennende Fähre vor den Philippinen fordert sieben Opfer

Auf einer Fähre vor den Philippinen brach im Maschinenraum ein Feuer aus. Trotz schneller Hilfe starben sieben Menschen bei dem Brand.
Fährenbrand auf den Philippinen
Auf diesem von der philippinischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Foto steigt Rauch aus der Fähre M/V Mercraft 2 auf, als sie auf eine Insel vor der Stadt Real in der Provinz Quezon, Philippinen, geschleppt wird. Foto: Uncredited/Philippine Coast Guard/dpa
Fährenbrand auf den Philippinen
Auf diesem von der philippinischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Foto steigt Rauch aus der Fähre M/V Mercraft 2 auf, als sie auf eine Insel vor der Stadt Real in der Provinz Quezon, Philippinen, geschleppt wird. Foto: Uncredited/Philippine Coast Guard/dpa

Auf den Philippinen ereignete sich ein Unglück auf hoher See. Ein Schiff geriet in Brand und forderte mehrere Menschenleben.

Bei einem Brand auf einer Fähre sind im Nordosten der Philippinen mindestens sieben Menschen umgekommen. Weitere 24 seien verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, darunter der Kapitän, teilte die Küstenwache mit. Es werde niemand mehr vermisst. Demnach geriet die „M/V Mercraft“ am Montag in Brand, als sie sich einem Seehafen der Gemeinde Real in der Provinz Quezon näherte.

Viele der insgesamt 134 Passagiere und Besatzungsmitglieder sprangen in der Not ins Wasser, andere wurden von Schiffen in der Gegend gerettet. Ein Hubschrauber sei für die Suche nach den Vermissten abgestellt worden. Bei der Rettung sei es sehr schnell gegangen, weil viele Fischerboote und andere Schiffe in der Nähe gewesen seien, sagte die Verwaltungschefin von Real, Filomena Portales, der Nachrichtenagentur AP. Viele Gerettete stünden unter Schock und hätten wegen Brandverletzungen und Blutergüssen behandelt werden müssen.

Das Feuer griff laut Behördenvertretern offenbar vom Maschinenraum der Fähre schnell auf das Passagierdeck über. Es sei inzwischen unter Kontrolle, das Wrack werde an das Ufer von Real geschleppt, hieß es. Andere Schiffe des Eigentümers würden wahrscheinlich vorerst außer Dienst genommen.

Unfälle auf hoher See sind auf den Philippinen wegen häufiger Stürme, unzureichend gewarteter Boote, Überfüllung und laxer Durchsetzung von Sicherheitsregeln keine Seltenheit. Der folgenschwerste Vorfall trug sich im Dezember 1987 zu: Damals sank die Fähre „Dona Paz“ nach der Kollision mit einem mit Kraftstoff beladenen Tanker. Mehr als 4300 Menschen kamen um, es handelte sich um das schlimmste Schiffsunglück in Friedenszeiten.

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dpa