Winter in Thüringen Oberhof
Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

In Thüringen sind in der Nacht auf Mittwoch Tiefstwerte von bis zu minus 26,7 Grad gemessen worden. Am kältesten war es mit dieser Temperatur in Mühlhausen-Görmar im Norden des Landes, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Mittwoch mitteilte. In Olbersleben fielen die Temperaturen auf minus 26 Grad, in Dachwig auf minus 25,7.

In die Nähe solcher eisigen Werte kamen nur noch Messstationen in Osthessen: In Sontra wurde mit minus 25,6 Grad ein Kälterekord für die dortige Messstation erreicht. Am Flughafen Fritzlar wurden immerhin noch minus 24 Grad erreicht.

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Von einem Thüringer Kälterekord war das aber noch etwas entfernt. Dieser wurde laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am 2. Februar 1830 in Jena mit minus 30,6 Grad gemessen. Im Süden des Landes lagen die Tiefstwerte in der Nacht auf Mittwoch den Angaben zufolge bei bis zu minus 13 Grad.

Bei den deutschen Kälterekorden sind die Werte nach DWD-Angaben noch niedriger: Auf der Zugspitze wurden schon einmal minus 35,6 Grad gemessen, während der historische Rekord jenseits der Berggipfel in den 70er Jahren im sächsischen Marienberg mit minus 35,5 Grad verzeichnet wurde. „Im Zuge des Klimawandels sind das aber schon besondere Werte“, sagte ein DWD-Meteorologe zu den Frostgraden am Mittwoch.

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Der Kälterekord in Deutschland liegt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes schon fast 100 Jahre zurück: Am 12. Februar 1929 wurden im oberbayrischen Wolznach minus 37,8 Grad Celsius gemessen.

Laut Wetterdienst Meteomedia hingegen wurde die tiefste Lufttemperatur am 24. Dezember 2001 am Funtensee in Bayern gemessen (-45,9 Grad). Laut DWD, dessen Station am selben Tag -44 Grad registrierte, handelt es sich dabei jedoch nicht um einen offiziellen Wert – und damit auch nicht um einen Rekord.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)