Foto: AFP
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Ein Taucher ist bei den Rettungsbemühungen für die in einer Höhle in Thailand gefangenen Jungen ums Leben gekommen. Das frühere Mitglied der thailändischen Marine-Spezialeinheit sei an Sauerstoffmangel gestorben, teilten die Behörden am Freitag mit.

Der Retter war nach den Worten von Kommandeur Arpakorn Yookongkaew auf freiwilliger Basis in der Grotte in der Provinz Chiang Rai. Er sei bei einem Nachteinsatz umgekommen, bei dem er mit Sauerstoffkanistern hantiert habe, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Die Rettungsbemühungen gelten zwölf Jungen und ihrem 25-jährigen Trainer. Sie waren nach einem Fußballspiel am 23. Juni im weit verzweigten Höhlensystem im Norden Thailands auf Erkundungstour gegangen. Nach heftigem Regen wurden die Ausgänge überschwemmt, wodurch sie plötzlich in der Höhle festsaßen. Nach tagelanger Suche waren die Jungen Anfang der Woche entdeckt worden.

Die Rettungsbemühungen sind zu einem Wettlauf mit der Zeit geworden, da schon für Samstag heftiger Regen erwartet wird und das Wasser in der Grotte dann wieder steigen könnte. Die Einsatzkräfte versuchen nun so viel Flutwasser wie möglich aus der Höhle zu pumpen, um das Risiko einer Rettung zu verringern. Im Falle höherer Wasserpegel könnte es für die Jungen schwierig bis unmöglich werden, bestimmte Stellen in der Grotte zu passieren.

Am Mittwoch hatte der Gouverneur von Chiang Rai bekanntgegeben, dass die Eingeschlossenen bereits das Tauchen lernten. Zudem suchen die Behörden nach Alternativen. So wird die Gegend nach anderen Zugängen zur Höhle abgesucht. Überdies werden Möglichkeiten geprüft, das Wasser noch schneller abzupumpen.

(dpa/AFP)