Journalistin hat Sex im Swingerclub – und nimmt dabei Reportage auf

Das Thema Sex löst immer noch Diskussionen aus. Eine dänische Journalistin hatte Sex in einem Swingerclub und zeichnete diesen für eine Radio-Reportage auf. In dem ausgestrahlten Bericht sind eindeutige Sexgeräusche zu hören, als Fischer während des Geschlechtsverkehrs ihren Partner interviewt. Das finden nicht alle gut.
Swingerparty Sex
Foto: Shutterstock/Tero Vesalainen

Bei laufendem Aufnahmegerät hat eine dänische Journalistin in einem Swingerclub Sex gehabt und mit ihrer Reportage für Aufsehen gesorgt.

Louise Fischer vom Sender Radio 4 berichtete über die Wiedereröffnung des Clubs nahe der Hauptstadt Kopenhagen, nachdem Corona-Maßnahmen gelockert worden waren. In dem ausgestrahlten Bericht sind eindeutige Sexgeräusche zu hören, als Fischer während des Geschlechtsverkehrs ihren Partner interviewt.

Die Reportage – auf Dänisch – findet ihr hier ab ca. Minute 40:00 der Sendung.

„Die Swinger-Szene ist sehr verschlossen“, sagte Fischer der Zeitung „Jyllands-Posten“ zur Begründung. Deshalb habe sie eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen wollen. Ihre Programmchefin Tina Kragelund lobte den Einsatz.

„Ich finde es cool, wenn unsere Reporter damit experimentieren, Journalismus auf andere Weise zu machen“, sagte Kragelund dem dänischen Blatt. Der Sender hatte Fischer vorher grünes Licht gegeben, selbst aktiv zu werden – wenn die Journalistin es selbst wolle.

Kragelund sagte dem schwedischen Sender SVT, ihr Radiosender habe keine Berührungsängste mit so etwas Universellem wie Sex. Journalisten nutzten oft eigene Erfahrungen. „Wir sind tiefer in eine Szene eingestiegen, als wir es getan hätten, wenn wir sie nur von außen betrachtet hätten“, sagte sie, wie SVT am Samstag berichtete.

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Reporterin Fischer sagte, die große Mehrheit der Rückmeldungen sei positiv gewesen. Einige Journalisten kritisierten jedoch, Fischer habe mit ihrer gewagten Aktion eine Linie überschritten. Reporter sollten sich nur selbst einbringen, wenn es keine andere Möglichkeit gebe für eine investigative Recherche. Dies sei in diesem Fall anders.

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dpa