Johnson & Johnson: Plötzlich ungeimpft! Millionen Deutsche verlieren Impfstatus

Drei Millionen Deutsche haben sich für eine Impfung mit dem Vektor-Impfstoff Johnson & Johnson entschieden. Die Impfung war für manche besonders attraktiv, weil man nur einen "Shot" benötigte, um ein Jahr lang als vollständig geimpft zu gelten. Doch die Stiko hat diese Richtlinien nun kurzerhand geändert.
Coronavirus - Digitaler Impfnachweis
Impfpass und QR-Code auf dem Smartphone – so wird der Impfstatus nicht nur in Deutschland gecheckt. Foto: Stefan Puchner/dpa
Coronavirus - Digitaler Impfnachweis
Impfpass und QR-Code auf dem Smartphone – so wird der Impfstatus nicht nur in Deutschland gecheckt. Foto: Stefan Puchner/dpa

Drei Millionen Deutsche, die nach der Impfung mit Johnson & Johnson entweder als vollständig geimpft galten (eine Impfung) oder als geboostert (zweite Impfung mit einem mRna-Impfstoff) haben jetzt ihren Impfstatus – beziehungsweise Boosterstatus verloren. Für die einen heißt es jetzt testen, wenn es um 2G-plus-Zugänge geht und für die anderen heißt es Lockdown. Personen, die nach Johnson & Johnson bereits eine Zweitimpfung erhalten haben, gelten weiterhin als geimpft – jedoch nicht mehr als geboostert. Für den Booster-Status müssen Betroffene sich jetzt ein drittes Mal mit einem mRna-Impfstoff impfen lassen.

Personen, die nur ein mal mit Johnson & Johnson geimpft wurden, müssen sich eine Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna abholen, um überhaupt wieder als geimpft zu gelten. Andernfalls haben sie ab sofort nur noch Zugang zu Supermärkten, Drogerien und Apotheken und müssen sich für den ÖPNV bei jeder Bus- oder Bahnfahrt testen lassen.

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„Johnson & Johnson“-Impfschutz laut Stiko „ungenügend“

„Sonderregeln, wonach bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Dosis als vollständige Impfung anerkannt wurde, entfallen“, schreibt etwa das „Ärzteblatt„. Das Bundesgesundheitsministerium teilt Folgendes mit: „Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, müssen zwei weitere Impfdosen erhalten, um als geboostert zu gelten.“

Grund für die geänderten Richtlinien: Die Stiko sieht den Impfschutz durch Johnson & Johnson jetzt als ungenügend an. In Studien aus dem Zulassungsjahr 2021 hieß es, dass eine Impfung mit Johnson & Johnson zu 65 Prozent gegen Covid-19 schützt. Das RKI verkündet nun jedoch etwas anderes: „Aktuelle Studien deuten jedoch darauf hin, dass für den Janssen-Impfstoff im Unterschied zu den anderen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante besteht.“ Zudem seien die meisten Impfdurchbrüche bei Patienten, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden, aufgetreten.

Die SPD in NRW ist stocksauer wegen des Hickhacks um die „Johnson & Johnson“-Impfung und fordert von der Landesregierung eine verlässliche Impfkampagne.

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