Auf den ersten Blick wirkte Faisal Ahmed wie ein ganz normaler Lehrer, doch er kann weder richtig lesen noch schreiben. Aus diesem Grund feuerte ihn seine Schule – nur wenige Tage nach seiner Einstellung im Jahr 2016.

Ahmed hatte laut Informationen der britischen Zeitung „The Sun“ erst kurz zuvor seinen Dienst an der St. Thomas More Catholic School im Norden Londons angetreten, ehe der Schulleiter von seiner Beeinträchtigung erfuhr und ihn sofort wieder suspendierte.

Das Brisante an der Geschichte: Obwohl der Mann an Dyspraxie, einer Koordinations- und Entwicklungsstörung, leidet und deshalb Probleme beim Lesen und Schreiben hat, hatte ihm das Pädagogen-Trainingsprogramm „TeachFirst“ grünes Licht für eine Anstellung an einer Schule gegeben. Die Organisation hatte der katholischen Schule dies jedoch verschwiegen.

„Wir halten die höchsten Standards für jeden Kandidaten, der an unserem Lehrerausbildungs-Programm teilnimmt. Jeder Teilnehmer muss über einen Abschluss verfügen, Fachkenntnisse über das von ihm unterrichtete Fach sowie Kenntnisse in Mathe und Englisch besitzen“, rechtfertigte sich „TeachFirst“ gegenüber der „DailyMail„. „Wir haben immer Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen begrüßt – und arbeiten mit ihnen, den Universitäten und Schulen zusammen, um sicherzugehen, dass der Unterricht immer von höchster Qualität ist.“

Ahmed verklagte die Schule wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Doch rund drei Jahre später wurde die Anklage nun abgewiesen.

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