Foto: Bernd Thissen/dpa
Foto: Bernd Thissen/dpa

Im Tierpark Olderdissen ist eine Wisent-Kuh am 1. Mai vor Besuchern erschossen worden. Das Tier sei bereits mehrere Tage krank gewesen, habe kein Futter aufgenommen und dann an dem Feiertag gekrampft.

Das sagte der Leiter des Tierparks in Bielefeld, Herbert Linnemann, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.
„Für die Gäste des Parks war der Anblick des krampfenden Tieres erschütternd, nicht aber der Schuss auf das Tier“, berichtete Linnemann. Die Besucher seien über den Schritt rechtzeitig informiert worden. „Jeder konnte bleiben oder weggehen“, sagte Linnemann. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

„Aus Tierschutzgründen gab es keine andere Lösung“

Zuerst sei das große Wildtier aus Sicherheitsgründen betäubt, dann durch den Schuss aus nächster Nähe getötet worden. „Auch aus Tierschutzgründen gab es keine andere Lösung“. Der Tierpark habe zuvor Medikamente verabreicht und die Hoffnung gehabt, dass sich das 13 Jahre alte Tier mit dem Namen Holle erholt.

Am Feiertag habe sich dann aber die Lage verschlechtert. „Wir hätten uns auch einen anderen Zeitpunkt gewünscht. Aber die Kuh hat am 1. Mai dermaßen abgebaut, sie kam nicht mehr auf die Beine und lag auf der Seite, da mussten wir handeln.“

Im Heimat-Tierpark Olderdissen am Rande des Teutoburger Waldes war Holle neben einem Bullen und einem männlichen Nachwuchs das einzige weibliche Wisent. Für die Zucht muss sich der Tierpark jetzt nach einer neuen Kuh umschauen.

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(dpa)