Foto: Instagram / laura__jackson_
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Was für die Herren der Schöpfung der „Movember“ ist, ist für die Damen der „Januhairy“. Doch während die Männer ihren Schnurbart Ende Oktober stutzen, um ihn im November wachsen zu lassen und so auf Prostatakrebs aufmerksam zu machen, kämpfen die Frauen für mehr Akzeptanz in Sachen Behaarung.

Auf der Instagram-Seite „janu_hairy“ erklärt Laura Jackson, die den Trend in die Welt setzte, das Dilemma: „Die Gesellschaft verhält sich so, als sei unsere natürliche Körperbehaarung unattraktiv und widerwärtig. Wir sind so daran gewöhnt, sie zu entfernen, dass wir uns selbst fremd werden.“ Die Augen geöffnet habe ihr mehr oder weniger ein Zufall: „Ich habe meine Körperbehaarung im Rahmen einer Performance meines Schauspielstudiums im Mai 2018 wachsen lassen. Das hat mir die Augen geöffnet, was für ein Tabu Behaarung auf einem Frauenkörper doch ist.“ Weil aber nicht jeder ihre neue Haarpracht tolerierte, habe sie die Aktion ins Leben gerufen.

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Unter dem Hashtag #januhairy rief sie Frauen dazu auf, die Rasierer im Januar in der Schublade zu lassen. Mittlerweile folgen ihrer Seite 11.500 Leute und immer mehr Frauen präsentieren stolz ihre Bein- oder Achselhaare. Jackson stellt aber klar: „Dies soll keine  Kampagne für Menschen sein, die nicht sehen, wie normal Körperbehaarung ist. Vielmehr ist es ein ermutigendes Projekt für alle, um mehr über ihre Ansichten über sich und andere zu erfahren.“

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Doch die 21-Jährige ist nicht die eigentliche Trendsetterin, denn zuvor hatten sich bereits Promis wie Julia Roberts. Madonna, Bella Thorne oder Paris Jackson zu ihren Körperhaaren bekannt. Fitness-Bloggerin Morgan Mikenas sorgte schon 2017 für Aufsehen, als sie ein Bild ihrer üppigen Beinbehaarung postete.

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„Ich wollte in diesem Moment alle Welt spüren lassen, wie schön ich mich fühle“, erinnert sie sich im Gespräch mit „Stylebook„. „Die Motivation hinter dem ersten Foto, das mich lächelnd mit unrasierten Beinen zeigte, war, mich selbst der Welt mitzuteilen. Nicht zuzulassen, dass mich irgendwelche inneren Ängste – was denken die Leute von mir? – zurückhalten.“

Die Vielzahl an Reaktionen habe sie aber überrascht: „Das war überwältigend! Letztendlich habe ich die Aufmerksamkeit als Möglichkeit genutzt, selbst daran zu wachsen. Und mich selbst immer wieder herauszufordern, ohne Verurteilungen zu leben.“ Laut eigener Aussage hat sich die Brünette seitdem nicht mehr rasiert.