15 Jahre die Arbeit geschwänzt – ehemaliger Klinikmitarbeiter steht jetzt vor Gericht

Ein ehemaliger italienischer Klinikmitarbeiter muss sich vor Gericht verantworten, weil er 15 Jahre lang nicht zur Arbeit erschien, aber weiter Gehalt einstrich.
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Foto: Marcel Kusch/dpa

Blau machen! Wer es aus der Schule noch kennt, der weiß, mit wie vielen Konsequenzen so ein selbst genommener Ferientag im Anschluss immer verbunden war. Entweder musste man es den Eltern erklären und sich die Standpauke von Mama und Papa abholen, oder aber gegenüber der Schule wahlweise kreativ in der Ausredenfindung oder einfach nur ehrlich sein und den Anpfiff der Lehrkörper kassieren.

Blau machen auf der Arbeit hat da schon ein ganz anderes Gewicht. Hier ist neben dem verlorenen Vertrauen wohl die leichteste Konsequenz, dass ein Urlaubstag abgezogen wird. Es kann aber auch schon mal mit einer Abmahnung enden – bis hin zum Rausschmiss. Und den Job zu verlieren ist dann doch etwas härter als die Standpauke der Eltern.

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Was aber passiert, wenn man ganze 15 Jahre blau macht? Das werden wir in wenigen Wochen erfahren, denn im italienischen Catanzaro ist genau das passiert. Dort hatte ein inzwischen in Rente gegangener Klinikmitarbeiter 15 Jahre lang nicht einen Tag mehr gearbeitet, aber sein Gehalt weiter kassiert. Über eine halbe Million Euro kamen so zusammen, insgesamt 538.000 Euro, wie der britische Sender „BBC“ berichtet.

Neben dem Klinikmitarbeiter sollen auch sechs weitere Personen in den Fall involviert sein. Der ehemalige Mitarbeiter muss sich nun vor Gericht verantworten, ihm werden Betrug, Erpressung und Amtsmissbrauch vorgeworfen.

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