Foto: noicherrybeans/Shutterstock.com
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Die Diagonale ist länger ist als die Grundlinie – das weiß doch jeder, glaubt ein Kölner Gericht. Deswegen dürfen Hersteller auch mit der Angabe der Diagonale werben. Am Ende komme es schließlich vor allem auf den Süße-Faktor an.

Wie groß ist der Teddybär, den ich für mein Kind kaufe? Diese Frage darf ein Online-Anbieter weiterhin mit einer Angabe der diagonalen Länge vom rechten Ohr bis zum linken Fuß beantworten. Das entschied das Oberlandesgericht Köln und wies eine entsprechende Klage eines konkurrierenden Unternehmens ab, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorging.

Die Klägerin hatte die Angabe der Diagonale des Plüschtiers auf Werbebildern als irreführend für Käufer bezeichnet. Schließlich sei die Höhe der kuscheligen Begleiter von Scheitel bis Sohle deutlich geringer als die angegebene Diagonale.

Das Gericht traut Verbrauchern jedoch durchaus zu, den Unterschied zu erkennen. Das ergebe sich aus den mathematischen Grundkenntnissen, hieß es in der Mitteilung. Ohnehin sei es meist wichtiger, wie süß ein Kuscheltier sei. Das Landgericht Köln hatte zuvor zugunsten der Klägerin entschieden. Dieses Urteil wurde nun aufgehoben.

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