nathalie birli
Foto: Instagram/nathi_birli

Unfassbare Szenen haben sich am späten Dienstag in Österreich abgespielt. Ein wahres Entführungs-Drama ereignete sich um die Profi-Radsportlerin Nathalie Birli. Nachdem sie gegen 17 Uhr von einem Auto angefahren wurde, nahm der Horror seinen Lauf.

„Tausend Dank an alle, die mich gestern gesucht haben. Ihr hättet mich nicht finden können. Ich wurde angefahren, zusammen geschlagen, gefesselt und in ein kleines Haus abseits der Straße gebracht – wie in einem schlechten Film“, schrieb die 27-Jährige auf ihrer Facebook-Seite. Veröffentlicht hatte sie den Post aus dem Uni-Klinikum Graz.

Tausend Dank an alle, die mich gestern gesucht haben 🤗 ihr hättet mich nicht finden können. Ich wurde angefahren,…

Gepostet von Nathalie Birli am Dienstag, 23. Juli 2019

Die Polizei hat den Vorfall relativ schnell bestätigt und ist derzeit mit den Ermittlungen beschäftigt. Nur so viel ist bislang klar: Der offenbar männliche Autofahrer hat Birli nicht geholfen, sondern soll sie stattdessen verprügelt, verschleppt und mit einem Messer bedroht haben. Doch das besonders Kuriose an der ganzen Nummer: Gegen Mitternacht kam der mutmaßliche Täter augenscheinlich zur Vernunft und lieferte die Radsportlerin mit gebrochener Hand und einer Kopfverletzung höchstpersönlich zu Hause ab.

Wie „oe24“ unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, leide der Mann an einer psychischen Erkrankung, sei aber bislang noch nie durch Gewalttaten aufgefallen. Das hat sich am Dienstag geändert. „Er flößte mir Alkohol ein, bedrohte mich mit dem Umbringen und wollte mich in der Badewanne ertränken“, sagte Birli der Polizei.

Die hatte ihr Freund gegen 21 Uhr eingeschaltet, weil er sich Sorgen um seine Partnerin machte. Zwar verlief die Suchaktion erfolglos, doch der Entführer hatte ja irgendwann ein einsehen. Allerdings nur, weil die 27-Jährige derart penetrant auf ihn eingeredet hatte und davon überzeugen konnte, ihre Fesseln zu lösen.

Der Verdächtige – ein 33-Jähriger – ist inzwischen übrigens gefasst: Anhand der auf Birlis Fahrradcomputer gespeicherten GPS-Daten wurde er noch in der Tatnacht um drei Uhr festgenommen.