Coronavirus - Schweiz - App
Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Noch sind die Tracing-Apps zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten nicht auf dem Markt, doch Apple hat auf seinen Geräten schon einmal die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen. Das neue Update iOS 13.5 ist offiziell veröffentlicht.

Ein Grund, warum die Corona-Apps eben noch auf sich warten lassen, war bislang die fehlende Schnittstelle in den mobilen Betriebssystemen von Google und Apple. Seit Mittwochabend ist iOS 13.5 zum Download freigegeben.

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Die zentrale Neuerung ist die „Exposure Notification API“. Diese erlaubt abgesegneten Apps von Gesundheitsbehörden, auf iPhones auch im Hintergrundbetrieb Bluetooth-IDs zu senden und zu empfangen. Der Nutzer soll dann bei längerem Kontakt mit einem Covid-19-Infizierten eine Warnmeldung erhalten.

Zunächst soll lediglich eine staatliche Corona-App die Bluetooth-Kontaktprotokolle aktivieren können. Apple-Chef Tim Cook schreibt auf Twitter, man wolle Gesundheitsbehörden damit helfen, ihre Apps „effektiv zu gestalten und zugleich die Privatsphäre des Nutzers zu schützen“. Laut Apple wird die Kontaktmitteilungs-API in 22 Ländern eingeführt, berichtet „heise online“.

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Die neue Option für das Corona-Kontaktprotokoll findet sich bei iOS 13.5 in den Einstellungen unter Datenschutz und dort in der Rubrik „Health“. Die Bluetooth-ID, die das eigene Handy an andere sendet, soll nach 14 Tagen automatisch gelöscht werden. Wie genau die Auswertung dann erfolgt und betreffende Personen im Fall eines Kontakts mit einer infizierten Person benachrichtigt werden, regeln die nationalen Tracing-Apps.

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Gesundheitspolitiker versprechen sich von einer Warn-App in vielerlei Hinsicht wertvolle Unterstützung. Doch gerade die besonders Gefährdeten werden vermutlich nur unterdurchschnittlich profitieren. Denn viele ärmere und ältere Menschen haben kein aktuelles Smartphone.

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Außerdem bringt iOS 13.5 noch weitere Neuerungen mit sich. Wenn die Face-ID aufgrund des Tragens einer Maske nicht funktioniert, soll der Wechsel zur Code-Eingabe schneller erfolgen. Und dann wird die Größe der Videobilder bei Facetime-Konferenz-Anrufen nicht mehr automatisch geändert, wenn ein Teilnehmer spricht.