Flugzeugabsturz Indien
Foto: AFP

Nach einem Flugzeugunglück in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Die Opferzahl habe sich über Nacht erhöht, teilte Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri am Samstag mit.

Bei dem Unglück waren am Freitag mehr als hundert weitere Passagiere verletzt worden, 15 von ihnen schwer. Die Maschine der Fluggesellschaft Air India Express war auf dem Flughafen Kozhikode im südlichen Bundesstaat Kerala bei starkem Regen über das Ende der Landebahn hinausgeschlittert und in zwei Teile zerbrochen.

Die Boeing 737 kam aus Dubai und hatte nach Angaben der Airline 191 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Beide Piloten kamen bei dem Unglück ums Leben. Unter den Toten waren nach Krankenhausangaben auch ein zehn Monate altes Baby und ein 18 Monate altes Baby.

>> Zwei Flugzeuge stoßen in der Luft zusammen – Pilot stirbt bei Absturz <<

Der Flug war Teil einer Rückholaktion für in der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete Inder. Zehntausende Inder wurden in den vergangenen Monaten mit hunderten Flügen insbesondere aus den Golfstaaten in ihre Heimat zurückgebracht. Aus Flugunterlagen geht hervor, dass 15 der Passagiere ihren Job verloren hatten, zwölf kehrten wegen eines medizinischen Notfalls nach Indien zurück und zwei Reisende waren auf dem Weg zu ihrer Hochzeit.

Zuletzt war es in Indien 2010 zu einem schweren Flugzeugunglück gekommen. Damals schoss ebenfalls eine aus Dubai kommende Maschine der Air India Express bei der Landung in Mangalore über die Landebahn hinaus. Sie ging in Flammen auf, 158 Menschen kamen ums Leben, nur acht überlebten.

Quelle: AFP