Giftnatter
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Nach einem Schlangenbiss will ein Mann in Indien aus Rache das Tier totgebissen haben. Der 45-Jährige sei nach seiner Arbeit auf einem Reisfeld in einem abgelegenen Dorf im Osten des Landes auf dem Nachhauseweg ins Bein gebissen worden, berichtete die indische Nachrichtenagentur PTI am Freitag. „Ich machte meine Taschenlampe an und sah, dass es sich um eine giftige Krait (Giftnatter) handelt“, sagte der Mann demnach. „Um mich zu rächen nahm ich die Schlange in meine Hände, biss sie immer wieder und tötete die Giftschlange auf der Stelle.“

Das tote Tier habe er am Mittwochabend mit nach Hause genommen und er sei zu einem traditionellen Heiler gegangen. Dem Bericht zufolge hatte der Mann keine Beeinträchtigungen nach der Begegnung mit der Schlange.

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In dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land Indien sterben einer Studie zufolge rund 58.000 Menschen pro Jahr an den Folgen eines Schlangenbisses. Das Land ist damit laut der Weltgesundheitsorganisation WHO eines der am meisten von Schlangenbissen betroffenen Ländern.

Oft seien arme Menschen betroffen, sagt Priyanka Kadam von der Hilfsorganisation Snakebite Healing and Education Society. Bei jedem zweiten Fall beiße eine Schlange in einem Zuhause zu. Sie kämen etwa durch Ritzen oder hielten sich im Feuerholz auf. Gebissene erhielten häufig erst mit Verzögerung ein passendes Gegengift, sagt Kadam. Viele würden sich zunächst an traditionelle Heilpraktiker wenden und damit wertvolle Zeit verlieren. Ohnehin sind Kliniken auf dem Land häufig weit weg und deren Ausstattung ist zudem schlecht.

Schlangengift kann das Nervensystem lähmen, was zum Erstickungstod führen kann. Oft erleiden Gebissene auch bleibende Schäden wie Sehverlust oder verlieren Gliedmaßen.

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Quelle: dpa