Foto: dpa
Foto: dpa

Das niederländische Unternehmen Mosa Meat will mit Hilfe frischen Geldes in drei Jahren Laborfleisch in die Restaurants bringen. Das Unternehmen teilte mit, es habe insgesamt 7,5 Millionen Euro eingesammelt.

Der größte Teil stammt von M Ventures und der Bell Food Group. M Ventures ist ein Venture-Capital-Fonds des deutschen Merck-Konzerns, Bell Food ein fleischverarbeitenden Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Mit dieser Unterstützung will Mosa Meat seine ersten Produkte 2021 verkaufen. Ziel ist eine Produktion im industriellen Maßstab zwei bis drei Jahre später. Zunächst soll wahrscheinlich ein Hamburger-Patty angeboten werden, zu einem Preis von etwa einem Dollar (86 Cent).

Umweltschützer warnen, dass der wachsende Hunger auf Fleisch weltweit nicht nachhaltig sein kann, weil die Herstellung von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch deutlich mehr Ressourcen verschlinge als Proteine aus Pflanzen. Vieh produziert zudem noch große Mengen Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung beiträgt. Das Fleisch, das Mosa Meat aus tierischen Zellen herstellt, soll so aussehen und schmecken wie das echte Vorbild. Das Unternehmen gibt an, aus einer einzigen Probe Fleisch für bis zu 80.000 Big Macs gewinnen zu können.

Streit um Fleisch-Bezeichnung

Während sich auch andere Start-ups und etablierte Unternehmen um die Herstellung von Laborfleisch bemühen, ist ein Streit um die Bezeichnung für das Produkt entbrannt. Aus den Reihen der Fürsprecher kam die Bezeichnung „sauberes Fleisch“, während die Agrarwirtschaft den Begriff „synthetisches Fleisch“ für angemessener hält.

(dpa)