Impfung bei Madame Tussauds: Wie ein 17-Jähriger für Lacher am Flughafen München sorgt

Am Flughafen in München wurde eine Familie mit gefälschten Impfpässen erwischt. Die Ausrede des Sohnes sorgte bei den Polizisten für Erheiterung.
Impfpass Corona-Impfung
Foto: Sophia Kembowski/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gefälschte Impfpässe sind nicht erst seit der Causa „Markus Anfang“ ein Problem. Immer häufiger gehen den Beamten Fälschungen ins Netz und es fallen Ungereimtheiten bei den Nachweisen auf. So auch bei einer schwäbischen Familie, die aus der Türkei über München nach Deutschland einreisen wollte.

Wie der „Münchner Merkur“ berichtet, wurden Polizisten am Flughafen München bei einer Kontrolle von Impfpässen stutzig. Auf den ersten Blick schien alles noch in Ordnung, zwei Sticker von Biontech wiesen auf eine Impfung im September und im Oktober vergangenen Jahres hin. Als der 17-jährige Sohn aber nach genaueren Details gefragt wurde, kam er schnell ins Schleudern. Auf die Frage, wo er sich denn habe impfen lassen, lautete seine Antwort zur Belustigung der Beamten: „Bei Madame Tussauds.“

Schnell eilte der Vater herbei, um seinem Sohn beizustehen und etwaige Fragen zu beantworten. Wie etwa die, wo man sich denn habe impfen lassen. Als der Vater erklärte, die Familie habe sich bis auf die Mutter, die einen Nachweis bei sich hatte, in Berlin-Tegel impfen lassen, prüften die Polizisten auch diese Aussage. In Berlin kannte man die Familie hingegen nicht, auch die Chargennummern der Biontech-Sticker waren den Berliner Gesundheitsbehörden neu.

Nun muss sich die Familie mit dem Vorwurf der Urkundenfälschung herumschlagen. Zudem wurden ihnen die offenbar gefälschten Impfpässe abgenommen.

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