Impftod erfunden: Frau fliegt mit falscher Geschichte über 6-Jährigen auf

Die Geschichte über den Tod eines Sechsjährigen nach einer Corona-Impfung ist eine Lüge. Zu dem Ergebnis kommen die Polizei, das Rote Kreuz und die österreichische Landesregierung.
Impfung bei Kindern
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Impfung bei Kindern
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Um einer möglichen Impfpflicht entgegen zu wirken, werden die Methoden von Impfgegnern immer dreister. Inzwischen werden ganz unverhohlen Fake-News verbreitet. So auch im Fall eines angeblich verstorbenen Jungen in Österreich.

In Kärnten soll ein Sechsjähriger in Folge einer Impfung gestorben sein. Eine Frau hatte dies per Sprachnachricht geteilt, angeblich hatte sie die Information von einer Bekannten. Der Junge soll kurz nach der Impfung kollabiert und schließlich verstorben sein, hieß es dort.

Desweiteren soll der Vorfall anschließend von den Verantwortlichen im Kärntener Impfzentrum vertuscht worden sein, wie das schweizerische Portal „nau.ch“ schreibt. Dem Vater sei ein Schweigegeld in fünfstelliger Höhe geboten worden. Er aber lehnte ab und soll seinen Sohn zu einer Obduktion nach Deutschland mitgenommen haben, weil sich in Österreich angeblich kein Arzt finden ließ, der die Untersuchung durchführen wollte.

Inzwischen ist die Geschichte von der Polizei Kärnten und dem Roten Kreuz aber aufgelöst worden. Auch die Landesregierung hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits gemeldet und ebenfalls bestätigt, dass die Geschichte frei erfunden war. Daraufhin wurde nun sogar der Verfassungsschutz eingeschaltet.

Die Frau, die namentlich nicht genannt wird, hat sich von der Lüge inzwischen distanziert, heißt es. Aufgehalten hat dies die Sprachnachricht aber nicht, denn diese wird unter Impfgegnern wohl munter weiter verbreitet.

Das könnte dich ebenfalls interessieren: