Impfgegner wollen mit Kochsalz betrügen – und werden doch geimpft

Wer hat hier wen überlistet? Eigentlich wollten sich Impfgegner Kochsalzlösung spritzen lassen und haben dafür Geld bezahlt – nun sind sie aber doch geimpft.
Corona-Impfung Spritze
Foto: Sven Hoppe/dpa

Damit haben die Corona-Impfgegner nicht gerechnet! Sie wollten offenbar einer Impfung entgehen, indem sie Ärzten und anderem medizinischen Personal Geld boten, um ihnen – statt des Impfstoffes – Kochsalzlösung zu spritzen. Anstatt den Staat mit einer falschen Impfung zu überlisten, wurden die Impfgegner aber von den Ärzten überlistet.

Wie das griechische Portal „Keep Talking Greece“ berichtet, wurde den Ärzten und dem medizinischen Preis ein Betrag von 400 Euro geboten. Dafür sollten sie den Impfgegner nicht den Corona-Impfstoff, sondern einfach Kochsalzlösung spritzen. Offenbar haben allein in Griechenland rund 100.000 Menschen auf illegalem Wege Impfungen und den Impfnachweis gefälscht.

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Allerdings ist es nicht bei allen Impfgegnern so gelaufen, wie sich es sich vorgestellt haben. Denn offenbar wurden sie von den Ärzten überlistet – dabei dachten die Impfgegner, sie hätten das System überlistet. Denn statt der Kochsalzlösung wurde den Bürgern offenbar doch der Impfstoff zum Schutze gegen das Coronavirus gespritzt.

Genau dem wollten sie ja entgehen, die Rechnung haben die Beteiligte aber ohne die Ärzte gemacht, die bei dem Spiel nicht mitspielen wollten. Der Bestechungsversuch hat bei den Impfgegnern also nicht funktioniert. Haben sich die Ärzte damit strafbar gemacht? Da gibt es eine inhaltliche Krux für alle Beteiligten.

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Denn wollen die „Geschädigten“, denen eben nicht die Kochsalzlösung, sondern der Impfstoff gespritzt wurde, Anzeige gegen die Ärzte erstatten, geben sie genau dadurch ihrerseits die Straftat zu. Dann ist wahrscheinlich, dass die Behörden wiederum gegen sie Ermittlungen aufnehmen würden. Für alle Beteiligten ist das natürlich eine verstrickte Lage. Eins steht fest: Die Justiz in Griechenland dürfte damit noch jede Menge Arbeit bekommen.

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